Rodenberg ist eine Kleinstadt am Deister und unser Nachbarort. Alljährlich zum ersten Dienstag im November wird dort die Innenstadt für den Martinimarkt gesperrt. Eigentlich beginnt der bereits am vorgelagerten Wochenende, aber besagter Dienstag ist gleichzeitig der Haupttag und der Abschlusstag. Was ist der Martinimarkt? Ein gemischtes Event, das man sich wie einen Mix aus Wochenmarkt, Rummel, Kleinkunst, Vorstellung örtlicher Vereine sowie Institutionen (z. B. DRK, Schulen, Feuerwehr usw.) und mehr vorstellen muss. Die Händler kommen allerdings erst am bereits erwähnten Dienstag – dem Tag, an dem es die Bewohner der umliegenden Ortschaften mit Einkaufszetteln nach Rodenberg zieht: Der Jahresvorrat an Gewürzen muss aufgefrischt werden, vielleicht werden preisgünstige und doch zugleich qualitativ hochwertige Töpfe und Pfannen benötigt etc. Einige der Händler sind bereits seit Jahrzehnten Stammgäste. Viele der Kunden auch.

Ich besuche den Martinimarkt gerne, auch wenn ich nicht immer einen Einkaufszettel dabei habe. Zumeist erstreckt sich mein Bedarf ohnehin nur auf ein paar Bürsten o. ä., vorwiegend für den Gebrauch rund um’s Aquarium. Aber sehenswert ist es allemal – immer! Leider kann ich den Termin aber nicht immer wahrnehmen, denn wenn ich Spätschicht habe, dann sitze ich im Auto und sobald mein Feierabend kommt, ist der Martinimarkt (die Händler sind nur von 14:00-18:00 Uhr vor Ort) eigentlich auch schon gelaufen. Gestern hatte ich keine Spätschicht und konnte somit zum ersten Mal seit Jahren wieder hin. Zuallererst fiel mir die singende Säge auf: Wer macht so etwas heute noch?!? Ich kam mit dem Musiker ins Gespräch und erhielt seine Erlaubnis zum Fotografieren. Es kamen noch ein paar andere Aufnahmen, Impressionen vom Martinimarkt, hinzu: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!