Vor 23 Jahren wurde unser Balkon fertiggestellt und meine Frau meinte damals, dass es vielleicht ganz schön wäre, wenn wir da zum Winter hin ein Vogelhaus für unsere gefiederten Gäste hätten. In Folge klapperten wir diverse Baumärkte ab, doch keines der Futterhäuschen gefiel mir wirklich. Eins allerdings machte eine Ausnahme, denn das ließ sich zumindest nach meinen Vorstellungen umbauen. Ergo nahmen wir es mit. Aus zwei leicht modifizierten Haltern für Blumenkästen wurde eine bombenfeste Befestigung für das Futterhaus am Balkongeländer gebaut. Dann noch ein großes Loch in ddie Rückwand des Vogelhauses geschnitten damit die Viecher auch leicht an das Futter gelangen können. Schließlich fehlte es noch am Wetterschutz: Ich schnappte mir eine alte Blechdose nebst allen erreichbaren Kerzenresten im Haus, schmolz das Wachs in der Dose mittels Camping-Gas-Kocher und kippte es in flüssiger Form über alles an dem Futterhäuschen, was irgendwie nach Holz oder Schilf aussah. Ergebnis: Das alte Vogelhaus tut Wind und Wetter zum Trotz auch heute noch seinen Dienst. Zugegeben, die Wachsaktion musste so alle 7-8 Jahre wiederholt werden und jetzt werden nach dem Winter wohl auch erstmals ein paar neue Nägel fällig sein. Jedenfalls wandert das Futterhäuschen seit damals immer so gegen Ende November auf den Balkon, damit sich Vögel dran gewöhnen können. Futter kommt – damit es nicht schimmelt – aber erst dann rein, wenn wirklich permanent Minusgrade sind. Und so im März wird es dann wieder reingenommen und wartet im Keller auf den nächsten Winter. Heute fiel mr allerdings auf, dass ich noch nie irgendwelche Fotos von dem Vogelhaus gemacht habe. Aber das ließ sich ja ändern. Sieben Bilder: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!