„Ja hallo erstmal, ich weiß nicht ob Sie es wussten …“ Das war die typische Begrüßung durch Rüdiger Hoffmann. Ich weiß nicht, ob Sie es wussten, aber QR-Codes kann man auch selber basteln. Jetzt folgt daher noch so ein Beitrag aus der Reihe: „Mit IT löst man Probleme, die man ohne IT nicht hätte.“ QR-Codes kennt ihr. Das sind diese merkwürdig-kryptischen Gebilde – die pixeligen kleinen Quadrate – bei denen man das Handy draufhält und sich mit einer (zwar werbeverseuchten, aber zuverlässigen) App wie bspw. QR Code Scanner oder Barcode Scanner weitere, vor allem aber umfangreichere, Infos aus dem Internet holt. So etwas kann durchaus praktisch sein. Soviel zur Benutzung. In die Verlegenheit, einen QR-Code erstellen zu müssen, kommt man als Otto Normalverbraucher hingegen deutlich seltener.

Dennoch bin ich in diese Verlegenheit gekommen. Die Kreisgruppe der Siedlergemeinschaften im Deister-Süntel-Tal kooperiert ja mit etlichen Geschäften in der betreffenden Gegend, so dass Mitglieder der Siedlergemeinschaften dort gegen Vorlage von Personalausweis und Mitgliedskarte z. T. ganz ordentliche Einkaufsrabatte erhalten. Aber welche Geschäfte sind das? Um die künftig kenntlich zu machen, sollen Aufkleber mit QR-Codes her und eben dazu muss erst einmal so ein QR-Code gebastelt werden. Als Medienwart unserer Siedlergemeinschaft fiel das in meinen Zuständigkeitsbereich und daher machte ich mich an’s Werk. Zwei recht einfache Möglichkeiten habe ich gefunden und die will ich meiner Leserschaft nicht vorenthalten.

Möglichkeit 1:

Möglichkeit 1 basiert auf dem Programm „Portable QR-Code Generator“ von Stefan Ganzer. Die Software setzt, plattformübreifend wie sie ist, ein vorinstalliertes Java voraus und kommt als knapp 1MB großes ZIP-Archiv. Nach dem Entpacken nimmt sie auch nicht viel mehr an Speicherplatz in Anspruch und ihre Startdatei ist „QRCodeGen.jar“.

Im einfachsten Fall erzeugt man einen QR-Code, der auf eine bereits existierende Internetseite verweist. Dazu wird der Portable QR-Code Generator gestartet. Er meldet sich mit zwei Fenstern – einem für die Programmoberfläche und einem, in dem der QR-Code erscheinen wird. Nun im Browser die betreffende Seite anwählen, deren URL kopieren und im Portable QR-Code Generator den Reiter „URL“ anklicken. Im Feld „URL“ die kopierte URL einfügen und auf den Button „Erzeugen“ (daneben) klicken. Der QR-Code erscheint nun im zuvor leeren, zweiten Fenster. Mit „Datei/ Speichern als“ kann er als Grafik in den Formaten PNG, GIF und BMP abgelegt werden. Der QR-Code kann maximal 350*350px groß sein. Daneben bietet die Software noch einige weitere Varianten zur QR-Code-Erstellung an, doch die habe ich nicht ausprobiert.

Möglichkeit 2:

Die zweite Möglichkeit greift auf den Webdienst „QR Code Generator“ zu und der läuft im Browser; es bedarf daher keiner zusätzlichen Programminstallation. Hier muss zunächst unter „Typ“ auf die Weltkugel geklickt werden, um eine URL einfügen zu können.

Unter „Inhalt“ fügt man im Feld „Webseite-Adresse“ daraufhin die Ziel-URL ein und rechts daneben erscheint nach dem Betätigen der Eingabetaste umgehend die Live-Vorschau des Codes. Der Klick auf „Herunterladen“ gestattet es daraufhin, den Code wahlweise in den Formaten SVG, EPS, PNG und JPEG abzulegen.

Die so erzeugte Grafik weist eine Größe von maximal 400*400px auf. Sofern das ausreicht empfiehlt sich der Download als JPEG (kann auch nachträglich in JPG umbenannt werden und ist dadurch kompatibler). Werden hingegen größere Grafiken benötigt, so empfiehlt sich unbedingt die Verwendung des SVG-Formates.