Manches war früher einfacher. Zu Zeiten der Analogfotografie war das Bild fertig, wenn man den Auslöser losgelassen hat. In Zeiten der Digitalfotografie beginnt danach die Arbeit erst so richtig. Früher machte man – von Dias mal abgesehen – Abzüge auf Papier. Wenn ein kopfstehendes Bild mit dabei war dann drehte man den Abzug einfach richtig herum und fertig. Bei der Digitalfotografie sieht das anders aus. Ich meine, wer dreht schon seinen Bildschirm um, wenn ein kopfstehendes Bild da ist? Und das kopfstehende Foto entsteht, zumindest bei der Fotografie mittels Smartphone, sehr schnell. Kein Problem, sowas kann man ja mittels Bildbearbeitungssoftware umdrehen. Bloß eben leider nicht immer.

Dreht man so ein Bild mittels Bildbearbeitungssoftware in die richtige Lage (bspw. indem man es zweimal um 90° nach links oder rechts dreht), dann erscheint es am Computerbildschirm völlig korrekt. Anders sieht es aus, wenn man dieses vermeintlich korrigierte Bild auf ein Speichermedium packt, um es auf einem anderen Gerät (Flatscreen, Beamer etc.) wiederzugeben. Dann ist es nämlich gar nicht mal so selten wieder verkehrt herum – und zwar immer dann, wenn das Thumbnailbild die Korrektur nicht mitgemacht hat. Dann wurde zwar das Bild an sich gedreht, aber die Lageinfos im Bild sind nach wie vor nicht korrekt. Was tun? Es gibt einen ganz simplen Trick, um die korrekte Lage inklusive der im Bild gespeicherten, korrekten Lageinformation zu erzwingen. Geht so:

Man braucht dazu die (mit WinE auch unter Linux lauffähige) portable Windows-Freeware IrfanView. Darunter wird das kopfstehende Foto geladen.

Nun wird „Bild/ links drehen“ gewählt, wodurch eine Drehung um 90° erfolgt. Ein zweites Mal: „Bild/ links drehen“ und die zuvor kopfstehende Aufnahme erscheint um 180° lagekorrigiert auf dem Bildschirm.

Jetzt ist zwar das Foto an sich korrigiert worden, aber noch nicht dessen Lageinformationen. Nun folgt der o. e. Trick.

Mit „Bearbeiten/ Kopieren“, gefolgt von „Bearbeiten/ Einfügen“ erzeugt man aus dem lagekorrigierten Foto ein neues Bild, in dem schließlich auch die Lageinformationen korrekt sind. Abspeichern und fertig! Ob alles funktioniert hat erkennt man an der Thumbnail-Darstellung: Die ist ist jetzt jetzt nämlich richtig herum. Ein so bearbeitetes Bild kann man anschließend auch getrost auf ein Speichermedium packen und völlig korrekt mit einem anderen Gerät wiedergeben. Was wäre die Bildbearbeitung ohne ihre kleinen Tricks?