Ich bin schon häufiger gefragt worden, ob ich Fotograf bin. Die Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares „Jein!“. Hauptberuflich habe ich die Fotografie nie erlernt, sehr wohl aber war sie Bestandteil von zwei meiner sechs Ausbildungen – beginnend mit den Grundlagen, über die Technik und über die Bildgestaltung bis hin zum analogen SW-Laborprozess. Ist lange her. Ich bin nicht nur dabei geblieben, sondern habe das im Laufe der Zeit auch noch ausgebaut, insbesondere beruflich während der zehn Jahre, die ich am Rasterelektronenmikroskop arbeitete, wo die 3D-Fotografie der Dokumentation diente. Im Sinne einer handwerklichen Ausbildung bin ich daher kein Fotograf. Im Sinne eines engagierten Amateurs bin ich es aber durchaus und deswegen auch das o. e. „Jein!“.

Mindestens ebenso oft werde ich gefragt, welche Kamera die Beste ist. Die Antwort darauf ist einfach: „Immer die Kamera, die gerade zur Hand ist.“ Ohne Kamera kann man nämlich nicht fotografieren – irgendwo logisch, nicht wahr? Klar, es gibt bei den Kameras (große) Qualitätsunterschiede. Aber da muss jeder selbst entscheiden, wie weit er gehen will. Ich habe mich vor rund 15 Jahren dagegen entschieden, weiterhin ein handliches Mittelgebirge an schweren Wechselobjektiven und Gehäusen mit mir rumzuschleppen (man wird ja auch nicht jünger) und schwöre seither auf Bridgekameras. Die können zwar nicht ganz soviel wie die Spiegelreflex, aber für den Hausgebrauch reicht’s allemal. Notfalls kann man ja auch auf dem Wege der Nachbearbeitung noch einiges aus den Fotos rauskitzeln. BTW: Wie das geht und welche Tricks dazu nötig sind, könnt ihr in einem meiner eBooks, nämlich in „Bildbearbeitung mit Freeware„, nachlesen und ich denke mal, dass den Preis auch jeder bezahlen kann. Das aber nur am Rande.

Ich fotografiere also, immer getreu dem fotografischen Grundsatz: „Hinterlasse nichts als deine Fußabdrücke und nimm‘ nichts mit außer ein paar Bildern.“ Heute auch wieder. Im Garten ist das Gröbste geschafft und das schöne Wetter lud dazu ein, einige Zeit draußen in der Natur zu verbringen. Genauso, wie es typische Herbstfarben gibt, existieren auch typische Frühlingsfarben. Man muss allerdings manchmal etwas genauer hinsehen um die entdecken zu können und auch gar nicht mal selten dabei eine andere Perspektive einnehmen. Jetzt kommt daher was für’s Auge, nämlich neun Fotos: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!