Endlich ist es soweit: Erste Ernte meiner Alienchilis (d. h. von meiner eigenen Zuchtsorte, jetzt in vierter Pflanzengeneration) in diesem Jahr! Zugegeben, bisher sind’s nur vier Früchte. Aber was so gut anfing, das kämpft hart mit der Witterung. Angesetzt haben viele der Pflanzen in den beiden Balkonkästen. Aber bei dem norddeutsch-kalt-feuchten Wetter sind die Dinger einfach nur da! D. h. sie wachsen nicht merklich, bleiben klein und ich hege so langsam aber sicher die unschöne Vermutung, dass die Früchte mir doch glatt am Busch verfaulen könnten. Und die Früchte, die schon groß genug sind, wollen sich einfach nicht durchfärben. 😦 Die Rekordernte vom vergangenen Jahr wird sich wohl nicht wiederholen lassn – bisher sieht es jedenfalls nicht danach aus. Was die Chilis brauchen ist Wärme und Sonne, ist Hochsommer! Wo bleibt der?!? Aber vielleicht hilft ja das Stoßgebet eines Chiliheads … 😉

Oh Capsicum der du wächst im Topfe,
gedankt sei deiner erquickenden Gaben!
Trotze Windbruch, Blattlaus und Weißer Fliege
und beschenke uns mit guter Ernte!

Erfreue uns mit bunten Früchten
von unnachahmlich blumigem Aroma
denn an deiner Schärfe
scheitern wirklich nur Weicheier!

Und gib‘ uns viel Saatgut
für die nächste Saison
und noch darüber hinaus
auf dass wir nicht darben müssen.

Wächst du gut so brennst du dreimal:
beim Reingehen,
beim Rausgehen,
in den Augen des Kanalarbeiters
und lässt das Gras am Schönungsteich verdorren.

Du hilfst uns gegen unerwünschte Gäste,
bist ein guter Freund bei Erkältung,
verscheuchst den Marder vom Auto
und die Ratten vom Hühnerfutter.

Du bestätigst die Ehefrauenregel immer auf’s Neue:
Je schrumpeliger desto giftiger!
Und erziehst uns zugleich
zu größtmöglicher Hygiene.