Vor ungefähr zehn Jahren machten sich bei mir enorme Schmerzen in den Kniegelenken bemerkbar. Ich ging deswegen zum Arzt und die Untersuchung ergab völlig verschlissene Gelenke – was an sich kein Wunder ist, denn wenn man ein Vierteljahrhundert lang mit Messgeräten behängt auf Dächer und Fabrikschornsteine hoch bzw. in irgendwelche Schächte runter klettern muss, dann fordert das irgendwann auch mal seinen Tribut. Man empfahl mir seinerzeit dringend, mich operieren und mir neue Kniegelenke einsetzen zu lassen – was ich dankend ablehnte. Drei Jahre später waren die Schmerzen so stark geworden, dass ich kein Fahrrad mehr fahren konnte und Treppen sind seither für mich der reine Horror. Parallel dazu setzte bei uns der Pflegeterror ein: Die Pflegefälle wohnen im Erdgeschoss und wir im Obergeschoss. Dazwischen liegen zwanzig Treppenstufen. Diese Treppe geht’s (hab’s mehrfach mitgezählt!) täglich ca. 60-80 Mal rauf und runter, macht in Summe im Mittel 2.800 Stufen – und zwar auch täglich. Das summiert sich auf gut eine Million Stufen pro Jahr. Verschlissenen Kniegelenken ist das nicht wirklich zuträglich.

Also letztendlich doch die OP? Zufällig stolperte ich vor vier Jahren noch über eine andere Möglichkeit – ein Hausmittel – von der ich dachte: „Probiere ich das eben einfach mal aus, denn schaden kann’s nicht!“ Erfolg versprach ich mir davon allerdings keinen. Umso überraschter war ich, als der Erfolg dann doch kam – und zwar bereits nach zwei Wochen. Nein, es handelt sich um KEIN Wundermittel! Es handelt sich vielmehr um eine simple, althergebrachte Gewürztherapie und die funktioniert ganz einfach: Man mische Kreuzkümmel (NICHT Kümmel!), Koriander und gemahlenen Muskat (NICHT Muskatblüte!) zu gleichen Teilen. Davon werden regelmäßig täglich mindestens 1-2 Messerspitzen voll von aufgenommen. Das Gewürz passt eigentlich zu allem, was nicht süß ist – also zu Fleisch, Suppen, Fisch, Salaten, Nudeln oder aber auf Butter, Schmalz, Margarine, Käse etc. als Brotauftstrich – bloß eben nicht zu Honig, Marmelade o. ä. Man behält die Aufnahme der Mischung dann permanent bei. Und wer’s nun gar nicht mag, der besorgt sich eben Gelatine-Leerkapseln zum Selbstbefüllen, denn damit schmeckt man die Einnahme nicht.

Die Wirkung setzt nach zwei bis sieben Wochen ein und entsprechend der eher zahlreichen Rückmeldungen, die ich erhalten habe, funktioniert es wohl bei 9 von 10 Personen. Und wie funktioniert es? Zweigleisig: Die Gewürze an sich sind bereits entzündungshemmend. Zusätzlich veranlassen sie den Körper, mehr Schmiermittel – z. B. Hyaluronsäure – in den Gelenkkapseln zu bilden. Dadurch reibt nicht mehr Knochen auf Knochen, sondern es flutscht besser. Und wo nichts mehr reibt, da wird auch der Schmerz stark gelindert. Die Gewürztherapie macht also die Gelenke nicht besser, kann aber in den allermeisten Fällen die kaputten Gelenke sehr viel erträglicher werden lassen: Einen Versuch ist das allemal wert! Die o. e. Gewürze bekommt ihr im Gewürzregal des Discounters oder u. U. auch auf Marktständen. Einzig die Beschaffung des Kreuzkümmels kann mitunter etwas schwieriger werden, weil das ein typisches Gewürz aus der türkischen Küche ist. Wenn die Gewürze im Glasschälchen oder im Mörser vermischt und in ein luftdicht abschließendes Glas gefüllt werden, dann hält sich das ewig. Wer also Knie- oder Gelenkprobleme hat und längerfristig nicht unter’s Messer will, dem sei diese Methode wärmstens empfohlen, denn einige Jahre könnt ihr die OP damit wahrscheinlich noch vor euch her schieben! Wichtig ist einzig die Regelmäßigkeit der Einnahme!