Jetzt mal einer kleiner Tipp nur so zwischendurch in Bezug auf die Digitalfotografie – weil manche technischen Fehler eben immer wieder mal unausrottbar vorkommen. Digitalfotografie ist toll: Während man bei der Analogfotografie aufgrund der damit verbundenen Kosten jedes Foto noch wohlüberlegt geschossen hat, knipst man bei der Digitalfotografie munter drauflos, schmeißt das weg, was nichts geworden ist und behält nur die besten Aufnahmen. Die Speicherkarte macht’s möglich, denn ganz im Gegensatz zum schnöden 36er-Film fasst sie gleich ein paar tausend Aufnahmen und die kosten nichts.

Oder auch nicht, denn es kommt der Tag, an dem man die Kamera einschaltet und nichts passiert. Wie jetzt – bei vollem Akku? Simple Lösung des Rätsels: Wenn das Drehrad für die Programmwahl transportbedingt verstellt worden ist, so dass es quasi zwischen zwei Rasten steht, dann kann sich auch nichts tun. Also nur den Programmwahlschalter in die richtige Position bringen und das Problem hat sich erledigt. Jedenfalls meistens. Mitunter geschieht es aber auch, dass die Kamera dann zwar zum Leben erwacht, aber um’s Verrecken keine Bilder abspeichern will, obgleich die Karte doch noch längst nicht voll ist. Hatte ich nämlich beides schon öfter.

Im letztgenannten Fall ist i. d. R. die Speicherkarte der „Übeltöter“ und es liegt NICHT an der Kamera. Dann hat nämlich irgendwas beim Abspeichern des letzten Bildes nicht richtig hingehauen und eben dieser Speicherfehler in der Dateiverwaltung blockiert die ganze Karte, sozusagen ein „FAT-Fleck“ 🙂 . Wodurch passiert das? Jede Karte verträgt nur eine begrenzte, maximale Anzahl von Schreib-Lese-Zugriffen. Wenn man viele Bilder auf der Karte vorhält und die sich dann obendrein auch noch per Kamera anschaut, dann reduziert das schonmal die Lebensdauer der Speicherkarte merklich.

Aber es gibt noch weitere Faktoren, welche die Lebensdauer einer Speicherkarte herabsetzen. Das sind Staub und hohe Luftfeuchtigkeit (beeinflussen die Kontakte) sowie Temperatur(unterschiede) und ionisierende Strahlung wie bspw. beim Durchleuchten des Gepäcks am Flufhafen oder während eines Fluges (beeinflussen das Speichermedium selbst). Je höher gezüchtet die Karte ist – d. h. je mehr drauf passt – desto empfindlicher wird sie auch; das ist so ein Erfahrungswert. Was kann man dagegen tun? Ganz einfach: Anstelle von einer großen nimmt man mehrere kleine Karten mit auf die Fototour.

Sollte dann einmal eine Karte den Geist aufgeben, dann wird eben der Ersatz verwendet. Bei der beschädigten Karte lassen sich die bisherigen Bilder i. d. R. noch auf den Rechner überspielen und somit retten. Anschließend wird die Karte formatiert, und zwar vorzugsweise mit der Kamera. Warum? Weil die Computer die erforderlichen Formatierungsoptionen doch etwas großzügig, mitunter sogar viel zu großzügig (die Kamera erkennt die Karte dann nicht mehr) auslegen. Danach funktioiert die Karte im Regelfall wieder. Lässt sie sich allerdings nicht formatieren oder tritt der gleiche Fehler mit der gleichen Karte immer wieder auf, dann sollte man sie deutlich markieren – also bspw. mit einem Hammer oder durch’s Lochen. Ach ja: Es macht sich übrigens ganz gut und ist erfahrungsgemäß auch der Lebensdauer einer Karte förderlich, wenn man nach jeder Fotosession die Bilder gleich auf den Rechner zieht und die Karte mittels Kamera formatiert. Das ist von vornherein die beste Variante. Die allerdings setzt eine gewisse Datendisziplin voraus … 😉