Gardinenstangen kennt jeder; es sind praktische Alltagsgegenstände. Ganz gleich wieviel Geld man auch mal dafür ausgegeben hat: Ihr Innenleben besteht aus Plastik. Das versprödet im Laufe der Jahre. Es wird bröckelig und bricht aus. In Folge hält kein Gardinenstopper der Welt mehr in dem zu groß gewordenen, ausgefransten Loch und die Gardinenröllchen beanspruchen ihre Freiheit. Sprich: Die Gardine rutscht raus! Das ist nervig! Wer auf Hygiene keinen gesteigerten Wert legt der vertopft das Loch erst einmal mit Kaugummi o. ä. Das wird steinhart. Wenn es irgendwann mal raus muss – die Gardine will ja auch mal gewaschen werden – dann nimmt die zementartig verhärtete Masse gleich noch mehr Plastik mit und das Loch wächst beständig. Die kluge Hausfrau behilft sich mit dort reingestopftem Papier, aber auch das fällt oft und gerne wieder raus. Was tun? Die Gardinenstange wechseln? Das wäre eine Möglichkeit, sofern dadurch nicht auch noch die ganze Deckenverkleidung in Mitleidenschaft gezogen wird – merke: Arbeit zieht Arbeit nach sich!

Doch es geht auch viel eleganter und vor allem deutlich preiswerter. Nämlich mit Neodym-Permanentmagneten der Maße 10*3mm, die eigentlich für Magnetboard oder Pinnwand gedacht sind und die hier ziemlich zweckentfremdet eingesetzt werden. Geht so: Die Gardine wird mittels ihrer Röllchen in die die Gardinenstange eingehängt, wobei nur das letzte Röllchen draußen bleibt. Nun praktiziert man einen Magneten in die Schiene und fixiert ihn mit einem zweiten Magneten von außen.

Anschließend das letzte Röllchen einfädeln und den Vorgang mit zwei weiteren Magneten wiederholen: Hält bombenfest und da rutscht garantiert nichts mehr raus! Wenn man jetzt die Gardine irgendwann abnehmen will, dann werden die Magneten bloß mit einigem Kraftaufwand hin zu dem ausgefransten, großen Loch geschoben und fallen paarweise von selbst wieder raus. Das ist alles – und es macht obendrein noch wesentlich weniger Arbeit als die ganze Schiene zu erneuern. Ach ja, abschließend noch ein Hinweis zum Preis: Die 60er-Packung solcher Magnete gibt’s im Handel für unter einen Zehner. Das reicht dann für ein sattes Dutzend an ausgefransten Löchern.