Ihr habt ja sicherlich alle schon einmal Werke des Künstlers M. C. Escher gesehen. Einige seiner Grafiken befassen sich mit unmöglichen Geometrien wie z. B. das vertrackte Treppenhaus aus dem Bild „Relativity“ oder der berühmte, bergauf fließende „Wasserfall“. Wie funktioniert so etwas? Dahinter steckt handfeste Mathematik, die auch als Droste-Effekt bekannt ist. Nun ist aber die Arbeit mit elliptischen Kurven oder Hilfsgittern nicht jedermanns Sache. Mathematik jedoch kann zu Software übersetzt werden und eben das ist bzg. des Doste-Effekts vor rund zehn Jahren auch geschehen. Seither gibt es PlugIns des Droste-Effekts für die unterschiedlichsten Bildbearbeitungsprogramme. Nachfolgend will ich allerdings kein PlugIn beschreiben, sondern die Standalone-Freeware „Dr.Oste“ für Windows, weil ich mit der hin und wieder ganz gerne mal rumspiele.

Die Freeware kommt als knapp 13MB großer Installer und benötigt nach der Installation rund 35MB. Das installierte Programm ist allerdings als 1:1-Kopie absolut lauffähig und kann somit guten Gewissens als portabel bezeichnet werden. Die Startdatei ist „Dr.Oste.exe“. Nach dem Start lädt man zuerst durch den Klick auf das Ordner-Symbol links oben ein Bild. Mit gedrückter linker Maustaste wird in diesem Bild ein Bearbeitungsrahmen aufgezogen.

Anschließend klickt man links unten auf den Button „Process“ und die Software nimmt eine erste Transformation des Bildes vor – eine, die i. d. R. nach absolut gar nichts aussieht.

Nun ist die Zeit zum Spielen gekommen. Es empfiehlt sich, „Spirals Number“ zunächst einmal auf „2“ zu setzen und anschließend solange mit den Schiebereglern zu spielen, bis sich ein brauchbares Bild zeigt. Das ist die grobe Einstellung.

Danach geht es an die Feinheiten. Dazu wird „Spirals Number“ Schritt für Schrit erhöht und mit den Reglern „Spiral-ratio“ sowie „Rotate“ ganz sachte nachgeregelt – bis das Bild schließlich gefällt.

Zuletzt speichert man es mit dem Klick auf das Diskettensymbol links oben, vorzugsweise unter anderem Namen, ab.

Was man mit Wolken machen kann, das lässt sich selbstverständlich auch auf Pflanzenaufnahmen anwenden. Hier sind noch drei Beispiele dazu:

Eine abschließende Anmerkung ist aber noch notwendig. Der Droste-Effekt erfordert einen ziemlichen Rechenaufwand. Bei unkomprimierten JPG-Bildern von 16MP-Sensoren fängt da schon so mancher Rechner mit dem Quietschen an. Was welche Maschine zu leisten vermag muss man daher ausprobieren, sprich: Erstmal mit kleineren Bildern und der 80%-Komprimierung beginnen!