ACHTUNG – WICHTIG: Der nun folgende Beitrag ist, sofern man den Links folgt, NICHTS für schwache Nerven, denn er beinhaltet massive Angriffe auf den gesunden Menschenverstand! Das als Warnung vorab. Überlegt euch also bitte sehr gut, ob ihr auf die Links klickt. Denn wer beim Kopfschütteln ein Schleudertrauma erleidet, der hat das selber zu verantworten und gebe bitte nicht mir die Schuld dafür! So, und jetzt kann’s losgehen. Zieht euch mal warm an …
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Der Slogan „Made in Germany“ galt einmal als das Qualitätssiegel schlechthin. Zugegeben, das ist lange her und die Zeiten ändern sich, aber so völlig out ist dieses Qualitätssiegel nun wirklich noch nicht, wie man bspw. am Toilettenbau oder beim Tunnelbau unschwer erleben kann. Worauf basiert das Qualitätssiegel? Es beruht auf Verwaltungsvorschriften, durch die alles genormt, geprüft, geTÜVt und ge-undsoweiter wird. Besonders großen Wert legen unsere allwissenden und völlig uneigennützigen Verwaltungen dabei auf die Sicherheit, sei es für die Kleinsten, natürlich bei der Bahn oder eben auch die lästigen Laster der Großen betreffend. Ganz besonders hervorzuheben ist dabei, dass man einerseits nach kostengünstigen Lösungen sucht, andererseits dem veränderten Verhalten der Bevölkerung Rechnung trägt und nicht zuletzt unvorsichtige Menschen vor schlimmen Unfällen bewahrt. Außerdem beschränkt man sich bei so uneigennützigen Leistungen nun wirklich nicht nur auf die Lebenden.

Gerade in verkehrstechnischer Hinsicht macht uns Deutschen keiner etwas vor und was nicht passt, das wird eben passend gemacht! Der Straßenbau, selbstverständlich von Fachfirmen durchgeführt, wird ganz groß geschrieben und der Brückenbau steht dem in nichts nach! Ob beim Entschärfen von unübersichtlichen Kreuzungen oder bei Umleitungen – Sicherheit geht vor! Selbst auf den Acker gehört eine Ampel! Man beachte besonders, dass Deutschland ein Küsten- und Gewässerland ist: Da existieren ganz besondere Herausforderungen in Bezug auf Wasserfahrzeuge und auch die vorgelagerten Inseln in der Nordsee darf man nicht vergessen. Deswegen wird hierzulande auch alles genauestens reglementiert. Wo kämen wir denn hin, wenn hier jeder machen könnte was er wollte? Zugegeben, manche Idee kommt nicht wirklich an und ist einfach nur Scheiße. Aber das sind Einzelfälle. Folglich ist es nur natürlich, wenn von höherer Stelle festgelegt wird, wo und wann man was essen darf oder welches Autokennzeichen man führen darf. Ja, selbst das Laubfegen will gelernt sein! Außerdem ist Laub ja bekanntlich auch nicht gleich Laub, nicht wahr?!?

Bei all den ganzen Vorschriften jedoch darf auch die Kunst nicht zu kurz kommen. Die Städte Leverkusen und Bremen erfüllen hier eine wichtige Vorreiterfunktion. Wobei allerdings im letztgenannten Fall die Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ mitunter falsch beantwortet wird. Überhaupt trägt man dem ästhetischen Empfinden des Bürgers völlig selbstlos Rechnung – sei es an der Ostsee, an der Autobahn oder mit dem ungetrübten Panoramablick auf die wunderschöne Landschaft. Ja, unsere geplagten Verwaltungen haben einzig das Wohlbefinden der Bevölkerung im Sinn und nichts anderes! Beispiele dafür gibt es zuhauf, sei es zum Schutz von Bauarbeitern, bei den Autobahnraststätten oder die Bahnreisenden betreffend! Selbst Großbauprojekte nähern sich ungeachtet sämtlicher damit verbundenen Probleme und Unkenrufe so langsam aber sicher ihrer Fertigstellung.

All das sind nur ganz wenige Schlaglichter, welche belegen, dass der Slogan „Made in Germany“ auch heute noch seine Gültigkeit hat. Allerdings ist es im Laufe der Jahre offensichtlich aufgrund der Bildungsmisere zu einem klitzekleinen Übersetzungsfehler gekommen, so dass aus dem englischen „Made“ das deutsche „die Made“ gemacht worden ist. Somit könnte man durchaus schlussfolgern, dass „Made in Germany“ heute soviel bedeutet wie „da ist der Wurm drin“ … 😉