Es gibt eine Variante der Fotografie, die sich Motion Blur nennt. Dabei wird das Hauptmotiv gestochen scharf vor einem verwischten Hintergrund abgebildet, was den Eindruck von Bewegung erzeugt. Derartige Aufnahmen wirken oftmals recht eindrucksvoll – man kann sich aber natürlich auch einen Jux daraus machen. Doch ganz egal was bezweckt wird bleibt die Vorgehensweise immer gleich. Die will ich am Beispiel einer „Turboschnecke“ und anhand der Freeware GIMP mal demonstrieren.

Zuerst braucht ihr ein Bild, auf dem das Hauptmotiv gut und möglichst scharf zu sehen ist – hier im Beispiel die Schnecke. Dieses Bild wird unter GIMP geladen.

Nun selektiert man das Lassowerkzeug und markiert damit Stück für Stück eben dieses Hauptmotiv u. d. h. den zu erhaltenden Bildteil – je enger die Markierungen, desto genauer wird es. Man braucht allerdings eine ruhige Hand dazu. Das die Markierung zuletzt geschlossen wird versteht sich von selbst. Das Motiv wird nun von einer gestrichelten Linie umflossen. Anschließend wird die Auswahl umgekehrt: „Auswahl/ Invertieren“.

Damit bleibt das Hauptmotiv erhalten und alle folgenden Änderungen beziehen sich ausschließlich auf den Hintergrund. Nun wählt ihr „Filter/ Weichzeichnen/ Bewegungsunschärfe“. Das Filterfenster öffnet sich. Hier nun „Weichzeichnungart Linear“ und „Länge“ irgendwo oberhalb von 120 einstellen und das auf das Bild anwenden. Danach nur noch mit „Auswahl/ Nichts“ die bisherige Auswahl wieder aufheben und das Bild exportieren: Fertig ist die Turboschnecke, die mit einem Affenzahn über den Weg flitzt! 🙂