„Bitte waschen Sie ihre Hände! Ihr Gehirn waschen wir: ARD und ZDF.“
(Fundsache im Internet)

Ich muss da mal was richtigstellen. Es stimmt eigentlich gar nicht, dass alle Großveranstaltungen wegen Corona abgesagt sind. Jedes Wochenende ist da morgens nämlich dieses Treffen der überlebenden Veteranen von der großen Klopapierschlacht 2020 vor der örtlichen Bäckerei. Alle stehen in einer Schlange mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von vier Bierkästen zwischen jeder Person. Vor dem Betreten der Bäckerei („Bitte nur einzeln eintreten!“) hängt man sich den zwar völlig nutz- und sinnlosen, aber von Politclowns als Gehorsamsprobe vorgeschriebenen textilen Alibifetzen vor das Gesicht (nicht zu verwechseln mit einer FFP2- bzw. FFP3-Maske, die ja tatsächlich was bringen könnte). Draußen braucht man den Schwachsinn ja glücklicherweise nicht.

Heute auch wieder, als ich zum Brötchen holen war. Alle stehen Schlange und warten. Ohne Maske, wie immer. Da kommt doch tatsächlich so ein Schwachmat mit nutzlosem Alibifetzen vor der Fresse und der BLÖD unter dem Arm aus dem Laden, glotzt uns an und poltert los: „Ihr seid alle erbärmliche Arschlöcher! Ihr wollt wohl jeden anstecken! Einsperren müsste man euch! Setzt gefälligst Masken auf – die schützen! Ich rufe gleich die Polizei! Ich zeige euch alle an!“ So ging es noch eine ganze Weile weiter, immer schön getreu dem Motto: „Wer ist der größte Schuft im Land? Das war und ist der Denunziant!“ Bis sich zunehmender Unmut in der Schlange der Wartenden regte und die sich langsam auf den Schwachmaten zubewegte. Schwupps verschwand der in seinen weißen 7er BMW und gab Hackendampf. Und mir kam zu Bewusstsein: Die Leute sind gar nicht so dumm, wie man immer glaubt – sie sind sogar noch viel dümmer!

Ich denke, dieses aus dem prallen Leben gegriffene Beispiel zeigt deutlich, wohin uns (zumindest im Grundsatz durchaus anfechtbare) RKI-Statistiken in Verbindung mit panikerzeugenden Medien und aufgrund vorausgeganger Ignoranz jetzt überforderte Politiker gebracht haben: Es gibt Menschen, die sich Gedanken über die Situation machen, die zu einem eigenen Urteil gelangen sowie entsprechend reagieren und andere, die sich das Gehirn waschen lassen und die sich in Folge durch kritiklosen Obrigkeitsgehorsam gepaart mit einer gewissen Aggressivität auszeichnen. Das läuft irgendwie auf eine Jeder-Gegen-Jeden-Situation hinaus – eine Situation, von der Herrschende nur profitieren können, vor allem dann, wenn sie schon unglaubliche Machtbefugnis zusammengerafft haben: Wenn zwei sich streiten, dann freut sich bekanntlich der Dritte!

In ein paar Wochen werde ich 62 Jahre alt. Ich habe die Zeit der Judenverfolgungen im Nazi-Deutschland glücklicherweise nicht mehr miterlebt. Ich weiß nur, dass eine Vorfahrin von mir aufgrund ihrer unangepassten Denkweise im KZ ermordet worden ist. Nach dem Vorfall heute morgen frage ich mich allerdings ernsthaft, ob wir irgendetwas aus dieser traurigen Vergangenheit gelernt haben oder ob wir nicht schon wieder auf dem besten Weg zur Wiederholung – wenngleich auch unter anderen Vorzeichen – sind. Denn auch damals fügten sind Menschen ohne nachzudenken kritiklos einer durchgeknallten, machtgeilen Obrigkeit und erzeugten auf die Art und Weise einen Gruppendruck. Wohin der geführt hat haben wir ja gesehen – und vielleicht erinnert mich gerade deswegen auch der geplante Immunitätsausweis so frappierend an den Ahnenpaß. Denn möglicherweise geht es bei dem Kampf gegen das Coronavirus gar nicht (mehr) wirklich um Corona – sondern vielmehr um die totale soziale und ökonomische Kontrolle von gleichgeschalteten Untertanen.

Ein Mitläufertum, wie oben dargestellt, entsteht, wenn Informationen gefiltert werden und nicht mehr zu hinterfragen sind. Wenn man diejenigen, die das skeptisch betrachten, mundtot macht und diffamiert. Vor allem aber, wenn man das Ganze noch mit einer gehörigen Portion an Angst würzt. Für das Diffamieren sorgen unsere „allwissenden und unfehlbaren Volksvertreter“. Für die Angst sorgt einseitige Panik-Berichterstattung in den Medien. Zusammen nennt man das Propaganda. Mit Propaganda lenkt man das Denken und wer das Denken kontrolliert, der braucht Widerstand nicht mehr zu fürchten. Ich will dabei die Gefahr durch Corona keineswegs herunter spielen. Die halte ich für durchaus real. Aber gerade diese Gefahr bietet auch einen hervorragenden Vorwand um Grundrechte dauerhaft zu beerdigen.

Ein reines Gedankenspiel: Irgendwo existiert ein gefährliches Virus aus dem Tierreich. Es überträgt sich durch die Luft und kann auf den Menschen überspringen. Da es noch nicht an den Menschen angepasst ist, verursacht es einen gewissen Prozentsatz an Toten. Eine Großmacht, die mit einer anderen Großmacht konkurriert, bringt in Erfahrung, wo diese andere Großmacht entsprechende Forschungslaboratorien betreibt. Im betreffenden Ort – Gladio lässt grüßen – setzt sie dieses Virus frei und schiebt zum eigenen Vorteil der anderen Großmacht alles in die Schuhe. Das Virus löst daraufhin eine weltweite Pandemie aus. Die Toten hatte man vorher als „bedauerliche Kollateralschäden“ bereits einkalkuliert und aus dem Verlauf will man lernen. Aufgrund der Pandemie boxt man zeitgleich und wo immer es geht alle möglichen Rechtebeschneidungen durch und häuft damit Macht an. Hinterher ist man de facto unangreifbar. Und man weiß zusätzlich noch ziemlich genau, wie eine Biowaffe in der Praxis tatsächlich funktioniert. Aber das ist glücklicherweise nur ein Gedankenspiel. Das würde selbstverständlich niemals jemand ernsthaft in Erwägung ziehen. Oder vielleicht doch?

„Ich war nun wieder allein mit dem Chef. Er war äußerst zufrieden mit allem und sagte zu mir: ‚Hast du Die Nummer mit dem Hund gesehen, du Ratte? Sowas nenne ich angewandte Politik!‘ Ich fragte, wieso angewandte Politik? ‚Na, ganz einfach‘, meinte er, ‚der Hundeführer quält den Hund mit Elektroschocks und lässt gleichzeitig die Platte laufen. Also richtet der Hund seine ganze Wut gegen die Musik. Der Hundeführer tritt nur in Erscheinung, um den Hund wieder von seiner Folter zu erlösen, und der leckt ihm auch noch aus Dankbarkeit die Füße! Ich sage Dir, die Menschen sind genau so dämlich wie dieser Köter. Denk an meine Worte, wenn wir erst an der Macht sind!'“
(Hannes Wader in „Der Putsch – Tankerkönig II„)