Wir steuern ja nun schnurstracks auf eine Seuchenweihnacht zu. Dabei fallen Unmengen von Einweg-Gesichtsmasken (die Betonung liegt auf EINWEG) an. Könnte man sowas nicht weihnachtlich recyceln? Kann man! Daraus lässt sich nämlich eine prima Weihnachtsdeko – genauer: ein Weihnachtsengel – basteln. Geht so:

Schritt 1: Ihr benötigt zwei Masken, von denen die Gummibänder gerne an einer Stelle abgerissen sein dürfen. Bei einer Maske (dem Körper des künftigen Engels) wird die blaue Seite nach oben gelegt. Bei der anderen Maske (den Flügeln) wird die weiße Seite nach oben gelegt.

Schritt 2: Von der Maske, deren blaue Seite oben liegt, werden die Gummibänder komplett entfernt.

Schritt 3: Die Maske, deren weiße Seite oben liegt, wird so dicht wie möglich zusammengefaltet. Anschließen erhält sie mittig einen kräftigen Knick nach unten.

Schritt 4: Die blaue Maske wird an einer Seite zusammengedrückt und in den Knick der weißen Maske geschoben.

Schritt 5: Jetzt braucht ihr entweder etwas Bindedraht oder aber alternativ einen kleinen Gummiring. Damit werden die beiden Masken etwa zwei Zentimeter unterhalb des Knicks verbunden.

Schritt 6: Die beiden Gummibänder an den unteren Flügelenden kappen und nach oben legen.

Schritt 7: Beide Gummibänder zusammenknoten, so dass ein Aufhänger entsteht (Überstand abschneiden), und den Engel etwas in die optimale Form zupfen.

Schritt 8: Fertig ist die Recycling-Weihnachtsdeko! Die müsst ihr nun bloß noch irgendwo aufhängen …

Es bleibt dabei natürlich jedem selbst überlassen, ob gebrauchte oder ob neue Masken verendet werden. Kleiner Tipp dazu: Neue Masken sind wahrscheinlich irgendwie hygienischer … 😉 Und passend zu dieser kleinen Bastelanleitung habe ich hier auch gleich noch eine kleine Weihnachtsgeschichte für euch!

Die Christbaumspitze

Es war einmal vor langer Zeit, kurz vor Weihnachten, als sich der Weihnachtsmann auf den Weg zu seiner alljährlichen Reise machen wollte, aber nur auf Probleme stieß. Vier seiner Elfen feierten krank und die Aushilfselfen kamen mit der Spielzeugproduktion nicht nach. Der Weihnachtsmann begann schon den Druck zu spüren, den er haben würde, wenn er aus dem Zeitplan geraten sollte. Dann erzählte ihm seine Frau, dass sich ihre Mutter zu einem Besuch angekündigt hatte. Die Schwiegermutter hatte dem armen Weihnachtsmann gerade noch gefehlt.

Als er nach draußen ging, um die Rentiere aufzuzäumen, bemerkte er, dass drei von ihnen hochschwanger waren und sich zwei weitere aus dem Staub gemacht hatten, der Himmel weiß wohin. Dann begann er damit, den Schlitten zu beladen, doch eines der Bretter brach und der Spielzeugsack fiel so zu Boden, so dass das meiste Spielzeug zerkratzt wurde.

So ging der Weihnachtsmann frustriert ins Haus, um sich eine Tasse mit heißem Tee und einem Schuss Rum zu machen. Jedoch musste er feststellen, dass die Elfen den ganzen Schnaps ausgesoffen hatten. In seiner Wut glitt ihm auch noch die Tasse aus den Händen und zersprang in tausend kleine Stücke, die sich über den ganzen Küchenboden verteilten. Jetzt gab’s natürlich Ärger mit seiner Frau. Als er dann auch noch feststellen musste, dass Mäuse seinen Weihnachtsstollen angeknabbert hatten, wollte er vor Wut fast platzen.

Da klingelte es an der Tür. Er öffnete und da stand ein kleiner Engel mit einem riesigen Christbaum. Der Engel sagte sehr zurückhaltend: „Frohe Weihnachten, Weihnachtsmann! Ist es nicht ein schöner Tag? Ich habe da einen schönen Tannenbaum für dich. Wo soll ich den denn hinstecken?“ Und so hat die Tradition von dem kleinen Engel auf der Christbaumspitze begonnen!