Mit Tierfotos ist das immer so eine Sache. Manchmal kommt man an das Viech dicht genug ran, um es vernünftig ablichten zu können. Wenn es danach flüchtet ist das gut. Wenn man danach selbst flüchten muss ist das nicht so gut. 🙂 Manchmal ist aber eben auch ein gewisser Abstand einzuhalten und dann muss man den Zoom der Kamera ausreizen – den optischen Zoom wohlgemerkt, denn der elektronische Zoom bringt i. d. R. nur eine „Verschlimmbesserung“. Hat man den Zoom aber ausgereizt, dann geschieht es leider nur allzu oft, dass die Fotos verpixelt-unscharf werden. Manchmal – der Erfahrungswert liegt bei ungefähr 50% der Fälle – ist es aber möglich, derart verpixelte Bilder mit GIMP nachzuschärfen.


Das leicht verpixelte und etwas unscharfe Originalbild.

Wie funktioniert das Nachschärfen? Ich will das einmal am Beispiel der hinter dem Garten gelandeten Kanadagänse verdeutlichen. Es sind 10 Schritte erforderlich:

  1. Das nachzuschärfende Bild unter GIMP laden.
  2. „Ebene/ Ebene duplizieren“ anklicken.
  3. Die duplizierte Ebene im Ebenenfenster durch Anklichen aktivieren.
  4. Man wählt „Filter/ Verbessern/ Unscharf maskieren“
  5. Zur Korrektur der Kanten den „Schärfe-Radius“ auf 10-15 einstellen (für „Menge“ 0,50 und „Schwellwert“ 0 werden die Voreinstellungen beibehalten) und mit „OK“ bestätigen.
  6. Mit der rechten Maustaste im Ebenenfenster auf diese Ebene klicken und in der Drop-Down-Liste „Ebene duplizieren“ selektieren.
  7. Wieder „Filter/ Verbessern/ Unscharf maskieren“ wählen.
  8. Zur Korrektur der Details den „Schärfe-Radius“ auf 3 einstellen (für „Menge“ 0,50 und „Schwellwert“ 0 werden die Voreinstellungen beibehalten) und mit „OK“ bestätigen.
  9. Den Ebenenmodus im Ebenenfenster zwecks Farberhalt auf „Wert“ ändern.
  10. Das fertig korrigierte Bild exportieren (Ebenen NICHT zusammenfügen).


Das nach obigem Muster geschärfte Bild.


Der direkte Vorher-Nachher-Vergleich.

Das Verfahren funktioniert – wie eingangs erwähnt – beileibe nicht mit allen Bildern, ist im Zweifelsfalle aber immer einen Versuch wert. Wenn man allerdings lediglich eine mit elektronischem Zoom „verschlimmbesserte“ Aufnahme vorliegen hat, dann braucht man es gar nicht erst zu versuchen (zigmal ausprobiert!).