Meine Familie hat mich genervt, weil denen mein inzwischen elf Jahre alter PC viel zu langsam ist. „Du MUSST UNBEDINGT einen neuen Rechner haben!“ – so der O-Ton meiner besseren Hälfte. Darauf ich: „Wieso denn? Die alte Kiste läuft doch noch prima. Dauert bloß alles etwas länger!“ Mit „etwas länger“ meine ich bspw. den Aufbau einer Webseite. Normalerweise geht das fix und ist binnen zehn bis dreißig Sekunden erledigt. Bloß wenn da so eine IT-Monster-Konfiguration dahinter steht (und insbesondere von meiner Frau bevorzugte Bekleidungs- und Schuhhäuser können das sehr gut), dann vergehen schonmal ein paar Minuten. Juckt mich nicht. Sie schon. Außerdem habe ich auf dem PC noch so ein paar liebgewonnene Uralt-Programme, die ich hin und wieder mal brauche und die so zwei bis vier Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Also so aus DOS-, Win3.1-, Win9x- usw. Zeiten. Die laufen heute unter Win10 sowieso nicht mehr bzw. dürfen aufgrund ihrer Herkunft auch nicht mehr wirklich laufen 😉 .

Dann gab’s da vorletzte Woche dieses Angebot bei Aldi. Ein 17-Zöller mit recht brauchbaren Anschlüssen, 256GB SSD und 8GB RAM. Von den technischen Daten her – na ja, es gibt Besseres. Das ist dann aber auch gleich wieder deutlich teurer. Worauf es mir dabei besonders ankam: Ich will meine alte Peripherie UNBEDINGT weiterhin benutzen können! Kostet ja schließlich alles Geld, nicht wahr? Mit ’nem Hub und mit ein paar Adaptern wäre das auch möglich gewesen. Jedenfalls erhielt ich den nicht zu hinterfragenden Befehl meiner Frau: „Du kaufst jetzt so’n Ding!“ Das war am Abend des Donnerstags mit dem Angebot. Freitags bin ich hingegangen: Alles ausverkauft! Puh, nochmal Glück gehabt … Doch dann stand da in diesem Grabbeltisch-Glaskasten noch ein einzelner, einsamer und runtergesetzter Restposten rum.

Ein 15-Zöller mit weniger (aber moderneren) Anschlüssen. Dafür 512GB SSD und 16GB RAM. Das Ganze für ’nen Hunni weniger. Sicher, ich würde mit Hubs arbeiten müssen. Und auch mit Adaptern. Aber das wäre bei dem anderen PC auch der Fall gewesen und machte somit keinen Unterschied. Ergo nahm ich den billigeren Restposten mit. Im Verlauf der letzten Woche wurde der so nach und nach Stück für Stück aufgebaut. Inzwischen ist alles upgedatet, die Software (soweit sie noch läuft) drauf bzw. ersetzt usw. Aktuell bin ich mit den Feinheiten zugange. Genau an der Stelle hat mich heute der Blauzahn geärgert. Blauzahn? Auf auswärts nennt man das Bluetooth und der vermeintliche Fehler war so saublöd, dass er garantiert bei anderen Leuten auch vorkommt. Deswegen will ich den hier mal kurz schildern.

Es gibt ja immer wieder Verbindungsprobleme mit Bluetooth: Je mehr Bluetooth-Geräte, desto mehr Probleme. Deswegen finden sich im Web auch zahllose Vorschläge zur Problemlösung. Letztlich laufen die überwiegend auf das Gleiche raus, nämlich auf die Neuinstallation von Bluetooth-Treibern. Nur lässt sich das Problem dadurch nicht immer beheben. Außerdem ist das mit den Treiberinstallationen ja auch immer so eine Sache, so dass ich das wirklich nur als aller-allerletzte Möglichkeit in Betracht ziehe. Jedenfalls: Ich wollte eine Bluetooth-Lautsprecherbox mit dem neuen Notebook verbinden. Bloß hat der PC die Box trotz eingeschaltetem Bluetooth bei beiden Geräten nicht mal gefunden. Watt nu‘?

Hin und her überlegt, laaange im Web recherchiert, keine vernünftige Lösung zu finden. Aber vedammt, die Box funktioniert – die hatte ich zuletzt am Handy! Moment mal … – Handy? Da läuft doch permanent dieses Video-Game vom RKI namens „Such-das-Virus„, bei dem ich über Level 1 noch nie rausgekommen bin! Und das braucht auch Bluetooth. Könnte es vielleicht sein, dass sich die Box beim Einschalten automatisch mit dem Handy verbunden hat und deswegen für den PC nicht mehr auffindbar war? Zum Handy gegriffen und das überprüft: Genau so hat es sich nämlich verhalten! Also am Handy die Corona-Warn-App respektive Bluetooth abgeschaltet. Box ausgeschaltet. Box wieder eingeschaltet. Plötzlich findet der PC die auch – es gibt gar keinen Fehler! Merke: Die Corona-Warn-App kann Bluetooth-Verbindungsprobleme verursachen. Dann kämpft man mit einem vermeintlichen Fehler, der in Wirklichkeit gar nicht vorliegt … 😦