„Es gibt sinnvolle und sinnlose Vorschriften. Die Sinnlosen sind dazu da, übertreten zu werden.“
(Hanns Kneifel, Schriftsteller)

Seit fast eineinhalb Jahren hat uns die Corona-Pandemie nun schon im Griff. In diesem Zeitraum ist unserer Politik außer Lockdown nichts Wesentliches eingefallen. Der Lockdown bringt Wirtschaftsmarionetten natürlich den Vorteil, die kleinen und mittelständischen Unternehmer – einst das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands und das liegt noch gar nicht mal so besonders lange zurück – kaputt und die ohnehin schon (zu?) Großen noch größer zu machen. Nicht zu vergessen die sinn- und hirnlose Symbolpolitik. War es vor einem Jahr der völlig nutzlose Stoff-Fetzen vor dem Gesicht – was für eine herrliche Chance zum Abkassieren! – so sind es jetzt die nächtlichen Ausgangssperren. Betrachten wir den Stoff-Fetzen mal näher: Da hat die hohe Politik ein gutes halbes Jahr gebraucht, um deren offensichtliche Nutzlosigkeit festzustellen und anschließend sinnvolle Schutzmasken vorzuschreiben. Obwohl, mich beschleicht da ja auch ein gewisser Verdacht: Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass es solange dauerte, bis ein paar Beziehungen zum Füllen der Taschen gewisser Personen aufgebaut worden waren? Aber nein, kann gar nicht sein, denn das hätte ja mit Korruption und Lobbyismus zu tun und sowas machen unsere „Volksvertreter“ doch ganz bestimmt nicht!

Betrachten wir jetzt mal die Ausgangssperren. Das Beispiel Niederlande zeigt was die bringen: Nämlich rein gar nichts! Anstatt sich um das zuvor schon überlastete (weil aufgrund von Sparmaßnahmen runtergefahrene) Gesundheitssystem zu kümmern zwingt man die Menschen jetzt, zuhause zu bleiben. Arbeiten dürfen und sollen sie; auf der Arbeit ist Corona offensichtlich nicht ansteckend. Man muss sich das mal vorstellen: Nach 22:00 Uhr hat deine Katze, gleichfalls ein potentieller Virusträger, mehr Rechte als du selbst. Da schläft man mit seiner Frau zwar im gleichen Bett, darf mit ihr zusammen aber nach 22:00 Uhr nicht mehr auf die Straße – weil das Virus dann urplötzlich ganz besonders ansteckend und ganz besonders tödlich sein soll. Warum ist man dann nicht gleich so konsequent gewesen und hat für das Virus selbst eine Ausgangssperre verhängt? Vielleicht, weil dann auch der Blödeste vom lästigen Stimmvieh wach geworden wäre? Momentan läuft alles doch auf folgenden Rat der Politik raus: Verzweifelt ruhig, aber zweifelt nicht!

Was sind das eigentlich für Menschen, die derartige Gesetze schaffen und die derartige Vorschriften in Kraft setzen? Es handelt sich um eine selbsternannt-elitäre Gruppierung, die den Kontakt mit uns „Fußvolk hier unten“ schon lange verloren hat. Wen man da wählt ist so ziemlich egal, denn wenn alle irgendwo die gleiche Richtung vertreten, dann läuft jede Wahl auf die Wahl zwischen Pest und Cholera raus. Es geht um eine Gruppierung, die wegen ihres Realitätsverlustes teure Berater von unseren Steuergeldern finanziert – und zwar Berater, die nicht selten ähnlich weltfremd sind. Man stützt sich bei allen Maßnahmen folglich auf’s Hörensagen, was mich frappierend an das alte Kinderspiel „Stille Post“ erinnert. Eine aus dieser Gruppierung will jetzt abtreten, nämlich Frau Merkel. Andere buhlen um ihre Nachfolge, so dass man unwillkürlich den Eindruck gewinnt, Wahlkampf ist wichtiger als Seuchenbekämpfung. Die drei Parteien, die ganz scharf auf’s Regieren sind, haben ihre Kandidatenkür schon vorgenommen. Auserwählt wurden Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) und Annalena Baerbock (Grüne). Was sind das für Personen?

Olaf Scholz – derjenige, der Gerhard Schröder half „… einen der besten Niedriglohnsektoren aufzubauen, den es in Europa gibt …“ und der dann plötzlich in der Sendung Anne Will behauptete: „Der Niedriglohnsektor ist nicht politisch eingeführt worden.“ Also ein Mensch, der ganz offensichtlich an partieller Amnesie leidet (man will ihm ja keine Lüge unterstellen, nicht wahr?). Jemand, der früher die Brechmittelfolter befohlen hat (ein Toter), der es beim G20-Gipfel in Hamburg mit der Rechtstaatlichkeit nicht so genau nahm, der eine zwielichtige Rolle beim Cum-Ex-Steuerraub gespielt hat und der beim Wirecard-Skandal „vielleicht den einen oder anderen Fehler“ begangen hat; nobody is perfect. Eins ist bei alldem wirklich anerkennswert: Er ist niemals richtig erwischt worden. Vielleicht weil er als gelernter Anwalt etwas zu schlau dafür war. Spricht das nicht ganz eindeutig für eine Kanzlerkandidatur?

Dann ist da noch Armin Laschet, ein weiterer Jurist, der zeitweise auch mal journalistisch tätig war. Bei der Vergabe von Bestellungen für die Corona-Schutzausrüstung setzte er auf seinen Sohn und sich damit über geltendes Recht hinweg. Machte aber nichts, denn sein Sohn hatte ja offiziell auch kein Honorar für die Kontaktvermittlung erhalten und es eilte. Seine Rolle anlässlich des Corona-Ausbruchs bei Tönnies ist nie so richtig aufgeklärt worden – wer hielt da seinen Arsch über wen? Dann gab’s da noch die Kontroversen um ausgedachte Noten anlässlich seines Lehrauftrags („… auf dem Postweg abhanden gekommen …“) und um eine nicht so wirklich korrekte Steuererklärung, bei er schließlich Steuern nachzahlen musste. Hm… – erwischt worden? Ach, was soll’s! Einmal ist keinmal … Übrigens: Liegt Heinsberg – also der Ort, von dem aus die Pandemie in Deutschland ihren Ausgang genommen hat – nicht zufällig auch in NRW und damit im Verantwortungsbereich eines gewissen Herrn Laschet, so dass man bei raschem, folgerichtigen Handeln vielleicht noch etwas hätte vermeiden können? So wie 1970 beim Pockenausbruch in Meschede? Ich mein‘ ja nur … BTW: Die Laschet-Alternativen bei der Kandidatenkür (Söder, Merz, Spahn) wären mindestens genauso schlimm gewesen.

Bleibt noch der Stern am Kandidatenhimmel zu erwähnen, nämlich Annalena Baerbock. Nach ihrem Abitur studierte sie Politik und ging auch direkt in die Politik. Vielleicht hätte ihr ein mindestens grundlegendes Studium der Naturwissenschaften besser zu Gesicht gestanden. Zumindest hätte uns das extrem dumm-sinnfreie Äußerungen wie bspw. „… an Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet …“ erspart. Wenn ich mir also ’ne 50m-Kabelrolle zulege, dann brauche ich kein E-Werk mehr, weil ich ja einen Speicher habe, oder wie? Zusätzlich kamen dann noch Äußerungen von wegen „Kobold in der Autobatterie“ (Vielleicht Pumuckl – kann mal jemand der Dame den Unterschied zwischen Autobatterie und Lithiumakku einerseits sowie zwischen Kobold und Kobalt andererseits erklären?) oder „Deutschland ist die größte Wirtschaftsmacht der Welt“ (Wer kennt schon China oder die USA oder Japan?).

Und was machen derweil wir hier unten, während sich die Kandidaten in ihrem Ruhm sonnen? Wir ackern, keulen, malochen. Wir fahren LKW oder Bus, beackern die Felder und versorgen das Vieh, machen im Discounter den Rücken krumm beim Auffüllen der Regale oder beim Kassieren, mauern Stein auf Stein, reparieren Fahrzeuge, kümmern uns um Kranke und Pflegefälle, versuchen dem Nachwuchs was beizubringen usw. Bei all diesen Arbeiten ist am Ende des Geldes immer noch so verflucht viel Monat übrig! Mit einem nicht unerheblichen Teil des Geldes finanzieren wir die o. e. elitäre Gruppe – die uns dann auch noch vorschreibt, wie wir zu leben haben! Wie qualifiziert und realitätsnah besagte Gruppe dann mit ihren Vorschriften ist, kann und soll sich jeder selbst ausmalen. Oder, anders ausgedrückt: WOLLT IHR DIE TOTALE KAKISTOKRATIE?