Mal handelt es sich um Kunstlicht, welches zu einem Farbstich führt. Mal wird der Sensor der Kamera von der Lichtfülle überfordert und bildet alles grau in grau ab. Mal ist es das zurückgeworfene Licht von einer farbigen Fläche, welches zu Farbverfälschungen führt … – der Möglichkeiten, dass die Farben in einem Foto nicht wirklich stimmen, gibt es viele. Dann lohnt sich immer der Versuch, den Weißabgleich zu korrigieren. Die Freeware GIMP bietet dazu zwei Verfahren an, nämlich automatisch und manuell. Rein nach nach meinem persönlichen Geschmack bevorzuge ich das manuelle Verfahren, doch sollen beide Methoden hier anhand eines Beispiels beschrieben werden. Betrachten wir dazu zunächst ein Originalbild, so wie die Kamera es geliefert hat. Es handelt sich um die Schneeberge vom Februar 2021 und da war der Sensor glatt überfordert, so dass der Schnee graustichig erscheint.

Automatischer Weißabgleich: Bild unter GIMP laden und anschließend „Farben/ Automatisch/ Weißabgleich“ wählen. Das Resultat sieht dann so aus:

Manueller Weißabgleich: Das macht geringfügig mehr Arbeit. Man klickt auf „Farben/ Werte“ und es öffnet sich eine Dialogbox. Unter dem Diagramm befindet sich links die Pipette für den Schwarz- und rechts die Pipette für den Weißpunkt.

Man klickt die Schwarzpunkt-Pipette an und anschließend auf den dunkelsten Punkt im Bild (hier im Beispiel die Mülltonne). Danach die Weißpunkt-Pipette anklicken und auf den hellsten Punkt klicken (hier die Schneefläche). Mit „OK“ wird alles bestätigt und GIMP passt die Farben umgehend an. Das sieht dann so aus:

Die Korrektur des Weißabgleichs ist auch manuell blitzschnell erledigt und bringt wirklich sehr viel, wie der direkte Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: