If you know your history then you would know where you’re coming from.
(Bob Marley in „Buffalo Soldier„)

Als meine Frau und ich uns vor nunmehr 37 Jahren kennen lernten, da mussten wir zum beiderseitigen Erschrecken feststellen, das wir beide über eine verdammt weitläufige Verwandtschaft verfügen. Immer dann, wenn irgendein Familienevent mit einem Haufen von (mitunter etwas merkwürdigen) Leuten so Fischer-Chor-ähnliche Ausmaße annahm, kam unweigerlich beiderseits die Frage: „Wer iss’n das eigentlich?“ Gefolgt von der beiderseits ebenso unvermeidlichen Antwort: „Tja, äh… – Verwandtschaft eben!“ Keine schöne Situation und deswegen löcherte ich meine inzwischen schon lange verstorbene Großmutter. Was die mir hinsichtlich der verwandtschaftlichen Beziehungen erläuterte das schrieb ich auf. Einige der Zettel – es handelte sich um viele – habe ich heute noch.

Doch da klafften Lücken. So vor etwa 20-30 Jahren versuchte ich daher erstmals, diese Lücken wenigstens halbwegs zu füllen. D. h. ich besuchte Grabstätten, fotografierte die Inschriften der Grabsteine ab, machte weitere Verwandte ausfindig und besuchte und löcherte die. Es kamen zu den Zetteln also noch viele Fotos und Notizen hinzu. Irgendwann erschien Windows 98. Irgendwann gab’s dafür Ahnenforschungs-Freeware. Die setzte ich ein um den Wust von Schriftstücken und Bildern einigermaßen sortieren zu können. Die Software erwies sich als große Hilfe. Nur: Zu dem Zeitpunkt arbeitete ich bereits seit über zwanzig Jahren mit Computern der unterschiedlichsten Couleur und wenn ich eins dabei gelernt hatte, dann war es die Tatsache, dass Software eigentlich immer mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum der Form „zu verbrauchen bis …“ ausgestattet sein müsste. Deswegen wurde alles Sortierte auch ausgedruckt und in Papierform dokumentiert. Das war gut so, denn nach dem Wechsel auf Win XP lief die betreffende Software nicht mehr.

In den Folgejahren warf ich immer mal wieder einen Blick auf solche Software. Was sich dabei tat ist schnell gesagt: Anstelle des Begriffs Ahnenforschung verwendete man jetzt das Wort Genealogie und für die dazu erforderliche Software schien sich recht einheitlich das von den Mormonen entwickelte GEDCOM-Format durchzusetzen. Nur war die notwendige Software einerseits ziemlich teuer und andererseits immer an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden – kein guter Zug wenn man bedenkt, wie schnell Betriebssysteme out of date sind. Bei einem Systemwechsel wäre somit wieder die ganze Arbeit für die Katz‘ gewesen. Deswegen beschränkte ich mich über mehr als Jahrzehnt hinweg darauf, hier ein Puzzlestückchen aufzufinden, da eins in die Unterlagen einzuarbeiten und einiges wurde zusätzlich für das eine oder andere Familienalbum verwurstet. D. h. die Informationen über die Lebenden und die Toten waren schon da. Aber es gab sie nur in dezentraler Form auf Papier.

Jetzt steht meine Frau vor der Herausfoprderung, einen Stammbaum aufzeichnen zu müssen. Ja, aber wo anfangen? Wo aufhören? „Ich gucke mal“, meinte ich und recherchierte, was es mittlerweile an Genealogie-Software gibt. Freeware sollte es sein, plattformübergreifend sollte es sein, das GEDCOM-Format unterstützen und idealerweise hätte ich gegen portabel auch nichts einzuwenden, damit das System nicht verschmaddelt wird. Anhand dieser Kriterien fand ich Ancestris, eine Java-basierende Freeware, die unter Windows, Mac OS, Linux und OS/2 läuft. Bei Java bin ich immer vorsichtig, denn damit erlebte ich schon die eine oder andere unangenehme Überraschung. Ich versuchte es trotzdem. Ancestris blickt auf mittlerweile über zwei Jahrzehnte an Entwicklung zurück und das spricht durchaus für eine lange Lebensdauer der Software. Wobei mir allerdings völlig klar ist, dass auch Ancestris nur ein zeitlich begrenzt einsetzbares Werkzeug sein kann und letztlich doch irgendwo alles wieder auf dem Papier landet bzw. sogar landen muss.

Außerdem ist das mit Genealogie-Software immer so eine Sache, wie meine Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen. Mal ist der Stammbaum in der Tiefe und mal in der Breite begrenzt. Mal werden zu jedem Eintrag ausnahmslos alle Daten benötigt um den implementieren zu können und mal reicht ein unvollständiger Datensatz. Wie ist das zu verstehen? Die Software gibt bspw. den Eintrag des Geburtsdatums vor. Hat man aber nur das Jahr, dann lässt sich der Eintrag nicht anlegen. Oder es wird der frühere Familienname einer Ehefrau benötigt und ohne den akzeptiert die Software die Hochzeit nicht. Oder eine Namensänderung, eine zweite Ehe usw. überfordern die Fähigkeiten der Software, weil der Programmieer das nicht vorgesehen bzw. berücksichtigt hat. Solche Sachen eben – das sind die Fallstricke vieler Programme, die sich erst in der Praxis, d. h. während der Anwendung, zeigen. Fotos und Dokumente als Belege implementieren zu können ist dann fast schon ein Luxus!

Zurück zu Ancestris. Ancestris weist alle diese Probleme nicht auf – dafür aber ein paar andere. Doch wenn man die kennt, dann kann man die auch problemlos umschiffen. Das Programm ist nicht fehlerlos, aber die paar Bugs lassen sich so rein bedienungstechnisch durchaus umgehen. So vorsichtig geschätzt würde ich mal sagen, dass es zu 98% funktioniert, nachdem ich zwei Tage lang so rund 150 Personen eingepflegt habe. Doch der Reihe nach. Ancestris setzt auf ein benutzerseitig vorinstalliertes Java ab Version 8.1 auf – habe ich; ist also kein Problem. Momentan sind zwei Ancestris-Versionen aktuell, nämlich Version 11 – ein Installer – und die halb portable Version 12, die ich verwende. Was bedeutet halb portabel? Man muss das Programm nicht installieren, sondern nur entpacken. Theoretisch läuft es dann. Praktisch gibt es ein paar Fallstricke.

Das Programm kommt als ZIP-Archiv, daher runterladen und entpacken, aber BLOß NICHT starten! Das entpackte Programm wird nun in den Ordner kopiert, in dem dauerhaft bleiben soll, denn ein Verschieben ist nach dem Erststart NICHT mehr möglich (in dem Falle läuft Ancestris nämlich nicht sondern produziert Fehlermeldungen wg. unauffindbarer Java-Verknüpfungen, außerdem werden irgendwo abgespeicherte *.ged-GEDCOM-Genealogien NICHT eingelesen). D. h. Ancestrix muss sich VOR DEM ERSTSTART bereits zwingend an seinem endgültigen Platz befinden! Nach dem Erststart hat sich die Sache mit dem „portabel“ nämlich erledigt! Ich habe Ancestris bspw. nach „C:\PortableProgramme\Genealogie_Ancestris“ geschoben.

Nun ist noch händisch ein Ordner für die Genealogien – d. h. für die Stammbäume – anzulegen. Da die recht umfangreich werden können und irgendwann keiner mehr durchsteigt speichert man sie vorzugsweise in einem eigenen Ordner ab, also bspw. „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand“. Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Ich hatte das zuerst mit einem Unterordner im Ancestris-Programmordner versucht und das hat NICHT funktoniert. Startfile für 32-Bit-Systeme ist anschließend Ancestris.exe und für 64-Bit-Systeme Ancestis64.exe im Unterordner \bin. Und gleich noch ein Hinweis: Macht man bei dieser Geschichte einen Fehler und es funktioniert nicht, dann alles löschen und nochmal fehlerfrei von vorne, also Entpacken, Verschieben etc.


Nach dem Start meldet Ancestris sich mit einer teilweise deutsch- und teilweise englischsprachigen Oberfläche. Die enthält zwei Optionen, nämlich eine vorhandene Genealogie einzulesen oder aber eine neue Genealogie zu erstellen. Das Einlesen hat bei mir nicht funktioniert, auch nicht über die Menübefehle „Datei/ Vorhandene Genealogie öffnen“. Dennoch kann man das Programm zum Öffnen von Genealogien überreden – und zwar per Verknüpfung – doch dazu weiter unten mehr. Was bleibt ist das Erstellen einer neuen Genealogie und das erfolgt sehr einfach. Man klickt auf die Schaltfläche „Eine Genealogie erstellen“ und es öffnet sich das Editor-Fenster.


Man beginnt mit der ersten Hauptperson. Eine Hauptperson ist immer die Person, um die herum der Stammbaum aufgebaut wird. Hat man irgendwann mehrere Einträge, dann kann jede Person per Button zur gerade aktuellen Hauptperson gemacht werden, so dass ein sich auf eben diese Person beziehender Stammbaum entsteht. Oben im Editorfenster werden Vor- und Nachname eingegeben. Im Ereignisfenster kann man allgemeine Informationen ablegen und ein Geburtsdatum angeben. Die Schaltflächen darüber gestatten u. a. auch die Angabe eines Sterbedatums. Im Fenster unter dem Ereignisfenster können – SPÄTER! – Dokumente eingebunden werden. Hinweis an dieser Stelle: Ich habe „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand“ noch einmal unterteilt, nämlich in „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand\Genealogien“ und in „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand\FotosUndBelege“ – damit funktioniert es ganz gut. Die eingebundenen Dokumente und Bilder stecken im letztgenannten Ordner. Wichtig: Jetzt noch keine Bilder oder Dokumente einfügen! Warum? Dazu weiter unten mehr.

Zurück zu den Einträgen. Zunächst mal nimmt nur die Text- und Zahleneinträge vor, anschließend mit dem Button „OK“ links unten übernehmen und – ganz wichtig – mit „Datei/ Speichern unter“ in dem für die Genealogien vorgesehenen Ordner (hier: „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand\Genealogien“) ablegen. Da hat man danach dann bspw. einen Eintrag der Form „Mustermann.ged“. Das ist der erste Basiseintrag und über dessen Verknüpfung wird Ancestris künftig auch IMMER gestartet, so dass die Software die Genealogie unmittelbar einliest. Wie macht man das?

Man klickt im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die *.ged-Datei und wählt „Öffnen mit/ Andere App auswählen“, aktiviert das Kontrollkästchen „Immer diese App zum Öffnen von *.ged-Dateien verwenden“ und sucht nach Ancestris.exe bzw. nach Ancestis64.exe. Das bestätigen. Dann öffnet sich Ancestris MIT der Genealogie. Für eine Desktop-Verknüpfung wird anschließend auch nur das *.ged-File gewählt. Hinweis: Die *.ged-Files sind hierarchisch aufgebaut, Beispiel: Mustermann.ged ist die eigentliche Genealogie, wohingegen Mustermann_nnn.ged nur eine untergeordnete Instanz ist. Untergeordnete Instanzen können NICHT direkt geöffnet werden; es muss immer die Hauptinstanz geöffnet werden (bspw. also Mustermann.ged).


Klingt kompliziert? Ist es aber nicht – man muss es eben nur mal (EINMALIG!) gemacht haben. Anschließend läuft alles wie von selbst. Beim nächsten Start hat Ancestris die Genealogie eingelesen – links mit dem Stammbaum (der anfangs nur aus einem einzigen Eintrag besteht) und rechts mit dem Editor.


Klickt man nun mit der rechten Maustaste im Stammbaum auf eine Person, dann öffnet sich eine Drop-Down-Liste, bei der zwei Punkte wirklich wichtig sind, nämlich „Eine Person/Familie hinzufügen“ sowie „Navigieren“. Mit „Eine Person/Familie hinzufügen“ lassen sich Verwandte (Bruder, Schwester, Kinder, Ehepartner etc.) hinzufügen. Die jeweilige Option öffnet ein leeres Editor-Fenster zur Dateneingabe (vgl. oben). Wichtig ist an dieser Stelle, immer nach erfolgter Dateneingabe mit „OK“ die neuen Eingaben umgehend mit „Datei/ Speichern“ (NICHT „Speichern unter“) zu sichern, da die Software andernfalls manchmal Einträge vermischt oder vergisst – und das zu korrigieren ist langwierig und schwierig, sofern überhaupt möglich. Der Stammbaum wächst übrigens mit jedem neuen Eintrag automatisch und die verwandtschaftlichen Beziehungen werden berücksichtigt. Die sind wichtig für das Navigieren.


Klickt man auf „Navigieren“, dann lassen sich Verwandte der gerade gewählten Person aussuchen, also bspw. Eltern, Großeltern, Geschwister usw., wobei Kinder, Schwager/Schwägerin und Schwiegereltern als Unterpunkte von Ehegatte verfügbar sind. ABER: Die Option „Navigieren“ ist nicht völlig fehlerfrei! Manchmal werden nämlich – vor allem dann, wenn der Stammbaum sehr in die Breite geht – einzelne Familienmitglieder einfach nicht aufgelistet. Das macht aber nichts, denn die lassen sich zusätzlich noch auf andere Weise auffinden.


In der Menüzeile unter „Ansicht“ sind zwei Optionen von besonderem Interesse, nämlich „Dynamischer Baum“ (das ist die Standardansicht mit dem Stammbaum) und „Datensatztabelle“. Klickt man auf den letztgenannten Eintrag, dann öffnet sich unten ein neues Fenster mit einer Tabelle aller bisher eingepflegten Datensätze (kann mit dem grünen Download-Pfeil links über der Tabelle als CSV-Datei exportiert werden). Klickt man in dieser Tabelle auf einen Namen, dann erscheint der betreffende Eintrag im Editor. Jetzt werden die Schaltflächen über dem Stammbaum interessant: Eine davon – die Dritte von rechts – lautet auf „Baum neu aufbauen mit der Auswahl als Hauptperson …“. Als Hauptperson gilt immer die Person, die gerade im Editor angezeigt wird. Klickt man also auf den Neuaufbau des Baumes, dann verändert der Stammbaum sein Aussehen und zeigt alle darstellbaren verwandtschaftlichen Beziehungen von eben dieser gerade ausgewählten Person an.

Auf diese Weise wird das Problem eines irgendwann nicht mehr darstellbaren Stammbaums elegant umgangen: Es erscheinen immer nur die zu einer Person darstellbaren verwandtschaftlichen Beziehungen. Will man mehr, dann wählt man eben eine Person an irgendeinem Ende des Baumes und definiert die als Hauptperson. Kleiner Hinweis: Eine exportierte Datensatztabelle weist Tabulatortrennung auf und lässt sich mit dieser Option wunderbar in Tabellenkalkulationsprogramme übernehmen. Kleiner Bug dabei: Die Überschriften der einzelnen Spalten stimmen nicht und müssen in der Tabellenkalkulation manuell korrigiert werden.



Kommen wir jetzt zum bereits erwähnten Einpflegen externer Dokumente, die als Mediendateien bezeichnet werden. Hier ist voraus zu schicken, dass das nicht immer auf Anhieb funktioniert. Woran das liegt vermag ich nicht zu sagen. Hat es einmal nicht funktioniert, dann Ancestris beenden, neu starten und die Mediendatei nochmals einpflegen – dann geht’s! Wie pflegt man eine Mediendatei ein? Im Editor sind Foto- und Medienfenster zu sehen (linke Editorseite, oben und unten). Jedes der Fenster verfügt über eine Schaltfläche mit einem grünen „X“. Klickt man darauf, dann öffnet sich eine Dialogbox mit der Schaltfläche „Look For Mediafiles“. Da auch draufklicken. Anschließend zu dem Ordner mit den betreffenden Bildern und Dokumenten – im obigen Beispiel also „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand\FotosUndBelege“ – navigieren.

Nun mit „Files of Type“ den Dokumententyp spezifizieren (unterstützt werden Bilder, PDFs, Ton- und Videodokumente), das betreffende Dokument anklicken und mit „OK“ bestätigen. Im Bildfenster erscheint dann das Bild. Im Dokumentenfenster erscheint bspw. ein PDF. Das Anklicken von Bild oder Dokument mit der rechten Maustaste öffnet es umgehend im Default-Viewer des Systems. Wenn ein Bild eingefügt wird und alles funktioniert, dann erscheint es umgehend auch als Thumbnail im Stammbaum. Sollte das nicht der Fall sein, dann ist beim Einpflegen etwas schief gegangen. In dem Falle Ancestris beenden, neu starten und das Dokument eben nochmal einpflegen. Bitte beachten: Man kann Bilder zwar nachträglich tauschen, aber nicht benötigte Bilder NICHT löschen, denn das führt bei der Plausibilitätsprüfung zu Warnungen.



Kommen wir zum Schluss noch einmal auf den Stammbaum selbst zurück. Rechts über dem Stammbaumfenster befindet sich eine winzige Schaltfläche mit einem Quadratsymbol. Damit wird der Stammbaum auf Vollbild geschaltet. Mittig oben im Stammbaumfenster findet sich ein Kamerasymbol. Damit kann der gerade sichtbare Teil des Stammbaums als PNG-Datei exportiert werden. Soll der sichtbare Teil vergrößert oder verkleinert werden dann dient dazu der Schieberegler links oben im Stammbaumfenster. Doch Vorsicht: Das Vergrößern oder Verkleinern wirkt sich nur auf die einzelnen Felder, nicht jedoch auf die Schrift aus! Verkleinert man also zu stark, dann werden in den Feldern des Stammbaumes die Beschriftungen einfach abgeschnitten.

Ich habe Ancestris weiter oben als Werkzeug bezeichnet. Das ist es auch – nicht mehr und nicht weniger. Exportierte Stammbäume zusammen mit der exportierten Datensatztabelle lassen sich nach entsprechender Nachbearbeitung mit Grafiksoftware bzw. Tabellenkalkulation sehr gut ausdrucken und in Papierform ablegen. Damit wird die Geschichte mit dem „Mindesthaltbarkeitsdatum“ einer jeden Software umgangen. Man kann die Exporte selbstverständlich auch zu bspw. einem Fotobuch verabeiten. Will man den eigenen Datenbestand einer anderen Person zugänglich machen, dann muss die eben Ancestris wie oben beschrieben einrichten und erhält den Ordner „C:\PortableProgramme\Genealogie_AncestrisDatenbestand“ in Kopie. Oder aber man liest die GEDCOM-Files unter einem gänzlich anderen Genealogie-Programm ein (was ich allerdings mangels Möglichkeiten nicht ausprobieren konnte).

Fazit: Von allen Genealogie-Programmen, die ich im Verlauf von Jahrzehnten bislang verwendet habe, ist Ancestris mit großem Abstand am besten. Zugegeben, fehlerfrei ist auch Ancestris nicht. Aber es läuft und die Fehler lassen sich umgehen. Da die Software recht komplex ist, muss man schon ein paar Stunden an Einarbeitungszeit investieren. Doch diese Investition lohnt sich, zumal sich das Programm intuitiv erschließt. Hat man erst einmal rausbekommen wie alles funktioniert, dann ist es ein herrliches und durchaus nützliches Spielzeug für langweilig-verregnete freie Tage. Ancestris macht einfach Spaß! OK, manchmal erinnert man sich dabei allerdings auch an Leute, an die man sich eigentlich gar nicht mehr erinnern will … 😉