Heute in der Mittagszeit war die kleine SoFi mal wieder zu Gast – also die „kleine Sonnenfinsternis„. Ringförmig wie im „hohen Norden“ war sie hier „bloß im Norden“ allerdings nicht; vielmehr sah die Sonne ziemlich angefressen aus. Ich hab’s mal abzulichten versucht, aber … – wirklich berauschend sind die Aufnahmen nicht geworden. Na ja, war ja auch so ein widerlicher Wolkenschleier davor. Muss ich wohl noch etwas üben. Allerdings handelte es sich auch erst um die vierte SoFi in meinem Leben und das wäre dann nur so rund alle 15 Jahre mal. So richtig viel mit Üben ist da auch nicht!

Wen’s interessiert: Zuerst wurde das Stativ aufgestellt, dann die geistlose Knipskiste da drauf genagelt und ausgerichtet. Das Ausrichten ist schon so eine Kunst für sich, weil man bei der grässlichen Helligkeit nichts auf dem Bildschirm sieht und den Sucher bestenfalls zum Schädigen der Augen verwenden kann. Außerdem tobt die Sonne im Telemodus geradezu im Schweinsgalopp vorbei und ein ständiges Nachführen ist notwendig. Vor die Kamera setzt man ein Teleobjektiv (hier 535mm-KB-Brennweite), klatscht eine Batterie von Sonnenbrillen davor (hier ND8- plus ND4-Filter), wählt eine möglichst kleine Blende (hier F/22), die geringstmögliche ISO-Empfindlichkeit (hier ISO 100) und die kürzestmögliche Verschlusszeit (hier 1/4000 Sek.). Fokussiert wird selbstverständlich manuell – merke: Die beste Automatik ist immer die, die man auch abschalten kann! Selbstverständlich geschieht alles im manuellen Modus und damit erfolgen die Aufnahmen auf gut Glück. Auf diese Weise ist wenigstens etwa jedes zehnte Bild halbwegs ansehnlich geworden – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!