Es ist meine freie Woche – eine, in der es heißt: Garten, Garten und nochmal Garten. Dazwischen kommen dann noch zwei Pflegefälle mit PG4. Nachmittags ist es zu heiß und zu schwül um draußen etwas anfangen zu können. Wenn dann noch Gewitter mit Tornados im Gepäck – so wie gestern – dazu kommen, dann stellt man lieber den Ventilator in den geöffneten Kühlschrank und setzt sich mit ’nem eisgekühlten Getränk vor dessen offene Tür. Allerdings musste ich auch unbedingt mal wieder raus, so Fototour-mäßig. Bei den Hügelgräbern hinter Messenkamp war ich schon lange nicht mehr, denn nach Baumfäll- und Waldarbeiten sowie sich anschließenden Regengüssen sah es da lange Zeit über wie auf einem Truppenübungsplatz aus. Mittlerweile sollte sich aber zumindest etwas gebessert haben und deswegen war das heute mein Ziel anlässlich der kleinen Auszeit.

Dahinten sind mir schon Wolf, Wildschwein, Blindschleiche und Feuersalamander untergekommen. Heute leider nicht – der Bestand an Amphibien und Reptilien scheint stark eingebrochen zu sein, Insekten sieht man nur noch wenige und auch die Anzahl der Vögel hat merklich abgenommen. Oder, wie es so schön heißt: „Fotografieren lernen heißt Sehen lernen!“ Deswegen suchte ich mir gezwungermaßen andere Motive. Pusteblumen faszinieren immer wieder auf’s Neue durch ihre Ästhetik. Noch schöner sehen die allerdings aus, wenn sie mit winzigen Tautropfen bedeckt sind. Das abzulichten ist jedoch Glückssache, denn die Tröpfchen verdunsten mit aufsteigender Sonne binnen Minuten. Heute hatte ich nach gefühlt unzähligen vergeblichen Versuchen dieses Glück, denn der Zeitpunkt passte – ich war schon um halb Neun morgens im Wald. Fünf Bilder von Pusteblumen mit Tau – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!