„Da gibt jetzt die ersten Batterien, die auf Kobold verzichten können!“
(Annalena Baerbock)

Meiner Meinung nach ist die Unwetterkatastrophe in RP und NRW – und ganz aktuell auch die im Berchtesgadener Land – eine direkte Folge des Klimawandels, denn bereits im Report „Global 2000“ aus dem Jahr 1977 wurde exakt dieses Szenario als sehr wahrscheinlich beschrieben. Ist lange her. Reagiert hat die Politik in keinster Weise. Na ja, stimmt nicht ganz. Es hat immer wieder schöne Worte und Beteuerungen gegeben. Doch jetzt, angesichts der Klimakatastrophe – die übrigens nicht mehr rückgängig zu machen sondern bestenfalls noch zu verlangsamen ist – soll endlich gehandelt werden! Jawoll! E-Autos heißt das Zauberwort! Wir fahren in Zukunft alle elektrisch! Wenn ich mir überlege, dass wir, als der Pate der Emirate noch an der Macht war, um jeden Preis Strom sparen sollten und den jetzt zum Fahren verbraten sollen, dann komme ich, mit Verlaub gesagt, mächtig verarscht vor!

Für E-Autos sehe ich keine Zukunft. Da ist einerseits die geringe Reichweite, andererseits die von den Akkus ausgehende Gefahr des Abfackelns, schließlich das Entsorgungsproblem und von dem CO2-Fußabdruck bei Rohstoffbeschaffung und Herstellung reden wir lieber gar nicht erst. Letztlich verlagert man damit den CO2-Ausstoß nämlich bloß irgendwo ins Ausland – vorzugsweise in irgendein Entwicklungsland, weil die sich nicht wehren können. Bloß: Das Klima macht an der Staatsgrenze nicht halt! Hierzulande muss ich erst einmal eine Ladestation finden. Die muss in Ordnung und darf nicht belegt sein. Sie muss auch die geeignete Ladekapazität aufweisen können. Anschließend ist gaaaanz viel Zeit für den Ladevorgang mitzubringen und so wird sich langsam von Ladestation zu Ladestation gehangelt – die Fernfahrt eines Tages mit dem Verbrenner gerät zur Wochenreise mit dem E-Auto. China geht das Problem anders an; dort setzt man auf Akkutauschsysteme und anscheinend funktioniert das sogar ganz gut. Dennoch: Wo kommt der Strom eigentlich her? Bei der Kohle-, Öl- oder Gasverstromung ersetzt man lediglich viele kleine durch ein ganz großes Auspuffrohr. Aber das sieht keiner: Boah ey, echter Umweltschutz! Muss man sich eigentlich so verarschen lassen?

Ja, wir müssen weg von den fossilen Energiequellen! Denn ganz egal was man da nimmt lautet die simple chemische Verbrennungsgleichung „C + O2 -> CO2“. Egal ob Gas, Öl oder Kohle, es kommt letztlich IMMER Kohlendioxid raus. Das gilt es zu vermeiden. Atomstrom ist auch keine Option solange so etwas wie Harrisburg, Tschernobyl oder Fukushima nicht ausgeschlossen ist (und es kann niemals ausgeschlossen werden) und solange es kein sicheres Endlager für zig Millionen von Jahren gibt (das man auch genau wegen dieser Zeitspanne niemals finden wird). Atomstrom lohnt sich eigentlich immer nur dann, wenn in irgendeiner Form das Militär mit drinhängt. Rechnet man da Bau, Rückbau und Endlagerung mit rein, dann ist es sogar die teuerste Art der Stromerzeugung.

Deswegen nimmt man ja auch Kohlekraftwerke. Doch wenn die wegen des CO2-Ausstoßes auch nicht mehr infrage kommen … – ja dann wird wohl der Strom für vermeintlich „umweltfreundliche“ E-Autos in Deutschland mindestens zum Teil aus Dreckskraftwerken im Ausland importiert werden müssen. Dennoch plant Lügenuschi das Aus für Benzin- und Dieselautos. Logisch: Ein E-Auto hat nach 8 Jahren nur noch Schrottwert und kostet doppelt soviel wie ein Verbrenner. Kann sich natürlich jeder spielend leisten … Merkt ihr was? Merkt ihr in welche Richtung das schon wieder läuft? Aber selbstverständlich gibt es keinerlei Connections zwischen Autoindustrie und Politik! Aber das hier soll kein Beitrag über E-Mobilität oder über den CO2-Politclown-Komplex werden, denn dazu hatte ich mich schon früher mal geäußert und ich habe meine Meinung auch nicht geändert.

Wir sollten mindestens so lange NICHT auf die fachliche Kompetenz gewisser Politprominenzen vertrauen wie jemand von denen annimmt, dass in einer Autobatterie ein Kobold zugange ist. Ich will an dieser Stelle eine gewisse Kanzlerkandidatin, die den Schwachsinn abgesondert hat, lieber nicht namentlich benennen. Wir haben eine bestehende und bestens funktionierende Infrastruktur, die auf Verbrennung und Verbrennern basiert. Die sollten wir nutzen und umrüsten! Denn: Verbrenner, was ist das? Das sind Auto und Heizung; das sind Kohlekraftwerke. Alle arbeiten mit fossilen Energieträgern, mal fest, mal flüssig, mal gasförmig. Bleiben wir beim Gas. Wenn schon kein fossiler Energieträger infrage kommt, welches Gas kann man dann noch verbrennen? Simple Antwort: Wasserstoff, und zwar gemäß der gleichfalls simplen Verbrennungsgleichung „2H2 + O2 -> 2H2O“, wobei als Abgas Wasserdampf entsteht. Vergleicht man zudem noch die Brennwerte der unterschiedlichen Energieträger, dann ist die Effektivität beim Wasserstoff sogar dreimal größer!

Wie gewinnt man den? Durch die Elektrolyse von Wasser. Man benötigt nur eine Gleichspannung. Die können Solarzellen ebenso wie Windkraftanlagen liefern und Solarzellen sind keineswegs nur auf Dächer beschränkt. Dann tunkt man die beiden Drahtenden einfach ins Wasser. Am Pluspol (Anode) bildet sich Sauerstoff. Der darf getrost in die Umgebungsluft entweichen. Am Minuspol (Kathode) bildet sich Wasserstoff. Der wird für den Verbrenner gebraucht: Vereinfacht „2H2O -> 2H2 + O2“. Die ganze Geschichte nennt sich Wasserelektrolyse und ist super-hyper-mega-neu! Nämlich schon im Jahr 1800 erfunden … 😦 Nur eben nicht zur Energieerzeugung genutzt, weil es ja Öl, Gas und Kohle gegeben hat und wen interessiert schon das bisschen CO2 eines gesamten Erdzeitalters, das wir seither in unsere Klimamaschine gepumpt haben? Ach ja, nur mal so: Die Wasserelektrolyse zählt zum grundlegenden Unterrichtsstoff der Sekundarstufe I und so etwas sollte bei den Ton angebenden Politikern eigentlich vorausgesetzt werden können – eigentlich … 😦

Wasserstoff im Auto, in der Heizung oder im Kraftwerk: Dafür gibt’s zwei Möglichkeiten. Die eine – modernere – ist die Brennstoffzelle. Die passt lt. vermeintlich kompetenter Politclowns aber in kein Auto. Peinlich, wenn Koreaner und Japaner uns das genaue Gegenteil (seit Jahren sogar in Serienproduktion) vormachen – da hilft wirklich nur noch ignorieren und totschweigen! Gut, gehen wir also ganz im Sinne von „Experten“, die wissen, dass eine Brennstoffzelle nicht ins Auto passt und dass in der Autobatterie ein Kobold sitzt, mal davon aus, dass wir das Gas brauchen, also den Wasserstoff an sich. Ist – wer schonmal damit gearbeitet hat weiß das (ich habe es) – ein ziemliches Mistzeug. Zwar nicht giftig, aber das Molekül ist so verdammt klein, dass es überall hindurch diffundiert und wenn man sich dann i. d. Nähe eine Zigarette ansteckt löst sich das Problem schlagartig: BUMMM!!! Merke: Rauchen kann tödlich sein!

Aber es geht auch anders. Wenn man nämlich den Wasserstoff chemisch bindet, bspw. an Magnesium. Dann erhält man Magnesiumhydrid, MgH2. Kleckert man da Wasser drauf, dann entsteht gemäß der Gleichung „MgH2 + H2O -> 2H2 + MgO“, also ’ne Menge an Wasserstoffgas und Magnesia, wie ihr es vielleicht vom Sport her kennt. Letzteres kann man übrigens wieder mit Strom zu Magnesium aufarbeiten, so dass sich ein Kreis schließt, aber das sei nur mal am Rande angemerkt. Wie sähe ein entsprechender Motor jetzt aber aus? Nun, es wäre im Prinzip der herkömmliche Verbrennungsmotor eines Autos, dass mit Autogas fahren kann – nur eben für Wasserstoff modifiziert. Womit wir beim „Verbrenner beibehalten“ sind. Das betreffende Fahrzeug müsste dann eben bloß einen Wasser- anstelle eines Benzin- oder Dieseltanks mitführen. Übrigens: Da muss gar nicht mal reines Wasser drin sein. Wenn man da reinpinkelt dann geht’s auch – ist aber wahrscheinlich „Super“, nicht versteuerbar und daher illegal. 😉

Klingt wie Science Fiction? Ist es ganz und gar nicht! Das Fraunhofer-Institut in Dresden hat nämlich entsprechende Entwicklungen schon vor einiger Zeit gemacht, wobei das MgH2 pastös in eine Kartusche abgefüllt wird. Jetzt bräuchte man wirklich nur noch eine kleine Variante des o. e. chinesischen Akkutauschsystems für die Kartuschen und hätte so die Möglichkeit, Verbrennungsmotoren mit Wasserstoff zu betreiben, dabei das vorhandene Tankstellennetz nutzen zu können usw. Man hätte umweltfreundliche, nachhaltige, emissionsfreie Energie aus Kreisläufen unter Nutzung vorhandener Infrastruktur und ohne gravierende, neue Entwicklungsarbeiten – weil alles schon da ist und nur neu kombiniert wird. Allerdings darf man derartige Lösungen von Menschen, die einen Kobold in der Autobatterie vermuten, nun wirklich nicht erwarten! Wer braucht schon rudimentäres chemisches Grundwissen? Chemie ist BÄHHH… Ein Hoch auf die Sachkenntnis-allergenen „Experten“! 😦