Bilder werden zum Hingucker, wenn man ein und das gleiche Bild auf mehrere Rahmen aufteilt. Mit GIMP 2.10 kann man das recht effektiv bewerkstelligen – kleine Anmerkung am Rande: GIMP 2.8 eignet sich NICHT (ausprobiert), weil es nicht die entsprechenden Werkzeuge mitbringt. Was braucht man, um ein Bild aufzuteilen? Man benötigt – logisch – das aufzuteilende Bild selbst und eine entsprechend vorbereitete Rahmenkonstruktion, welche eigentlich den arbeitsaufwändigsten Teil darstellt. Beide Bilder müssen gleiche Maße aufweisen. Insgesamt lässt sich das Aufteilen in drei Schritte kategorisieren, nämlich Konstruktion des Rahmens, Versehen des Rahmens mit einem geeigneten Hintergrund und dem Überdecken des aufzuteilenden Bildes mit eben dieser Konstruktion.


Das Ausgangsfoto, welches in mehrere Rahmen aufgeteilt werden soll.

Wir beginnen also mit der Rahmenkonstruktion. Dazu GIMP öffnen und „Datei/ Neu“ anklicken. Nun die Maße des aufzuteilenden Bildes eingeben (hier im Beispiel waren das 2048*1536px). Die Hintergrundfarbe spielt dabei (noch) keine Rolle solange es KEIN Muster ist. Unter dem Werkzeugkasten wird die Vordergrundfarbe auf Rot und die Hintergrundfarbe auf Weiß eingestellt. Im Werkzeugkasten das Füllwerkzeug aktivieren und damit in das noch leere Bild klicken. Das füllt sich jetzt mit der Vordergrundfarbe (Rot). Nun Vorder- und Hintergrundfarbe wechseln, so dass Weiß zur Vordergrundfarbe wird. Das Auswahlwerkzeug anklicken und damit im roten Bild einen ersten Rahmen aufziehen.


Aus der Auswahl wird ein Rahmen gemacht.

„Bearbeiten/ Auswahl nachziehen“ anklicken und die Dialogbox „Nachziehstil festlegen“ öffnet sich. Eine „Strichlinie Vollfarbe 10px“ ist ein guter Wert. Kleine Anmerkung dazu: Bei kleineren Bildern wirkt ein kleinerer Wert besser. Bei größeren Bildern muss man sich entscheiden, ob man viele kleine Rahmen von 10px Breite oder wenige größere Rahmen haben will – im letztgenannten Fall wird der Wert erhöht. Mit dem Button „Nachziehen“ wird das angewandt und ein erster Rahmen ist da. Daraufhin in die Auswahl klicken und mit gedrückter linker Maustaste die Auswahl als zweiten Rahmen woanders hin ziehen, wieder „Bearbeiten/ Auswahl nachziehen“ bemühen usw. Das wiederholt man so oft, bis hinreichend viele Rahmen vorhanden sind. Dabei BEACHTEN: Die einzelnen Rahmen dürfen und sollen sich überlappen! Ohne die Überlappung wirkt das Bild nämlich hinterher nicht!


Fünf Rahmen sollten bei dieser Bildgröße ausreichend sein.

Mit „Auswahl/ Nichts“ wird der Auswahlmodus verlassen und mit der Taste [+] zoomt man in das Bild hinein.


Hier sind Linienkreuzungen zu sehen wo später keine mehr sein dürfen.

An den Überlappungen der einzelnen Rahmen treten jetzt Linienkreuzungen auf. Die gilt es zu beseitigen weil sie später stören würden. Dazu Vorder- und Hintergrundfarbe erneut tauschen; die Vordergrundfarbe ist jetzt wieder Rot. Im Werkzeugkasten das Stiftsymbol anklicken und als Werkzeugeigenschaften unter „Pinsel“ „2. Hardness 100“ selektieren, dazu „Deckkraft 100“ und „Größe 10“ einstellen.


Durch Übermalen mit Rot werden die inneren Linien isoliert.

Nun die inneren weißen Linien durch Übermalen mit Rot von dem äußeren weißen Rahmen isolieren.


Die Linien sind isoliert: Aufpassen dass man alle erwischt, denn andernfalls fängt man von vorne an!

Die isolierten Linien respektive Rahmenstücke müssen jetzt auch rot eingefärbt werden um sie gänzlich verschwinden zu lassen. Dazu im Werkzeugkasten das Füllwerkzeug anklicken und in diese Rahmenstücke klicken.


Die Hauptarbeit bei den Rahmen ist getan!

Was haben wir bis jetzt? Wir haben eine Art von Maske, bestehend aus weißen Rahmen mit rotem Inhalt (welcher später verschwinden soll) und außen umlaufendem Rand, gleichfalls in Rot. Besagter Rand soll noch durch ein Muster ersetzt werden und erfordert daher zunächst eine andere Farbe.


Der außen umlaufende Rand wird grün eingefärbt.

Dazu die Vordergrundfarbe auf Grün umschalten und das Füllwerkzeug auf den äußeren, umlaufenden Bereich anwenden. Die eigentliche Rahmenkonstruktion ist damit fertig – Exportieren und das Bild schließen (ohne Export bzw. Zwischenspeicherung funktioniert es nicht).


Die neue Datei mit dem Hintergrundmuster für die Rahmenkonstruktion.

Jetzt folgt der zweite Schritt, nämlich die eben erzeugte Rahmenkonstruktion mit einen Hintergrund-Muster zu versehen. Man wählt wieder „Datei/ Neu“ mit den gleichen Maßen wie oben und klickt in der Dialogbox auf „Erweiterte Einstellungen“. Hier das (ggf. zuvor ausgewählte) „Muster“ aktivieren. Somit ist der Muster-Hintergrund erzeugt worden. WICHTIG: Den unter einem prägnanten Namen abspeichern bzw. exportieren (ohne diese Zwischenspeicherung funktioniert es nicht). Nun „Datei/ Als Ebenen öffnen“ anklicken und die im ersten Schritt vorbereitete Rahmenkonstruktion laden. Im Werkzeugkasten das Farbauswahlwerkzeug anklicken (das ist das Symbol mit dem ringsherum rechteckig gestrichelten Punkt nebst den beiden Punkten darunter) und damit in den grünen Bereich der Rahmenkonstruktion klicken, anschließend die Taste [Entf] betätigen. Jetzt „Auswahl invertieren“, gefolgt von „Bearbeiten/ Kopieren“ selektieren. Damit wird die Rahmenkonstruktion mit transparent-umlaufendem Rand in die Zwischenablage gegeben.


Die Rahmenkonstruktion mit dem Hintergrundmuster.

Um die Zwischenablage mit dem Hintergrund zu kombinieren wird die zuvor erzeugte Datei mit der Musterfläche mit „Datei/ Öffnen“ geladen. „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ legt die Zwischenablage darüber. Jetzt sind nur noch die gerahmten roten Felder sichtbar und außen herum liegt das Muster. Exportieren bzw. abspeichern (WICHTIG – denn ohne geht es nicht!) und auch diese Bilder schließen.


Fertig: Das in mehrere Rahmen aufgeteilte Bild.

Der dritte und letzte Schritt ist Pillepalle. Das aufzuteilende Bild mit „Datei/ Öffnen“ laden und die mit dem Hintergrundmuster versehene Rahmenkonstruktion mit „Datei/ Als Ebenen öffnen“ hinzu laden. Wieder das o. e. Farbauswahlwerkzeug bemühen, damit in eines der roten Felder klicken und [Entf] drücken: Fertig! Nun das aufgeteilte Bild nur noch exportieren. Selbstverständlich kann man sich auch noch sehr viel mehr Arbeit machen, indem man im ersten Schritt die Rahmen etwas dreht oder mit leichtem Schattenwurf versieht u. ä. Wem’s gefällt – ist halt Geschmackssache!