Der so genannte „goldene Herbst“ ist eine feststehende Redewendung. Sie beschreibt Lichtverhältnisse, bei denen Gold- und Gelbtöne vorherrschen: Das ist der typische „Herbstlook“. Den kann man mit GIMP auch künstlich erzeugen und das ist gar nicht mal so schwer. Kleiner Einschub: Wie man das macht wurde in einem Beitrag irgendwo im Web mal beschrieben. Leider habe ich es nach dem Tutorial nicht hinbekommen und dann angefangen zu experimentieren. Das nun folgende Tutorial ist daher zwar einer anderen Anleitung recht ähnlich, doch im Gegensatz dazu funktioniert es – garantiert! Wie also geht das?


Das Originalfoto.

Zunächst wird das Originalfoto mit „Datei/ Öffnen“ unter GIMP geladen. Man klickt auf „Farben/ Werte“ und betätigt den Button „Automatisch“.


Die Korrektur der Farbwerte.

Im Ebenenfenster klickt man nun mit der rechten Maustaste das Bild an, gefolgt von „Ebene duplizieren“ und nochmal „Ebene duplizieren“.


Das doppelte Duplizieren der Ebene.

Aktiv ist jetzt das zweite Duplikat. Das wird mit der rechten Maustaste angeklickt und man wählt „Neue Ebene“. Im sich öffnenden Dialogfenster muss „Transparenz“ aktiviert sein.


Das Anlegen der neuen Ebene.

Die neue Ebene muss transparent sein.

Im nächsten Schritt wird unter dem Werkzeugkasten auf die Vordergrundfarbe geklickt. Hier ist ein goldgelber Farbton auszuwählen.


Die Auswahl der „herbstlichen“ Vordergrundfarbe.

Mit gedrückter linker Maustaste wird die Farbe jetzt auf die Arbeitsebene gezogen, welche sich daraufhin goldgelb färbt.


Die transparente Ebene ist jetzt eingefärbt worden.

Weiter geht es mit dem Ebenenfenster. Dort stellt man als „Modus“ das „Überlagern“ ein und reduziert die Deckkraft auf einen Wert um die 40-50% (Richtwert, ist je nach Bild etwas unterschiedlich).


Die Einstellungen im Ebenenfenster.

Zuletzt werden alle Ebenen nacheinander (dreimal „Ebene/ Nach unten vereinen“) nach unten vereint, dabei Modus und Deckkraft (springen automatisch um) NICHT mehr verändern und man exportiert das Bild.


Der fertige Herbstlook.

Kleiner Hinweis zum Schluss: Ich habe VOR dem Vereinen der Ebenen noch mit verschiedenen Deckkräften, Filtern und Überlagerungsformen auf den anderen Ebenen rumexperimentiert. Das kann man zwar prinzipiell machen; es bringt aber nach meiner Erfahrung eher eine Verschlechterung. Daher scheint mir das hier vorgestellte einfachste Verfahren auch immer noch das beste Verfahren zu sein. Übrigens (ausprobiert!): Wählt man anstelle des goldgelben Farbtons ein Winterbild aus und bearbeitet das mit einem zarten Hellblau, dann wirkt es richtig knackig kalt – aus „herbstlich“ wird so „winterlich“.