Wenn man sich alte Gemälde anschaut, dann fällt mitunter auf, wieviel Wert auf die teilweise ausgesprochen kunstvoll gestalteten, verschachtelten Rahmen gelegt worden ist. Auch Fotos lassen sich manchmal durch eine Rahmung aufwerten – aber selbstverständlich nicht real im Fotobuch oder in einer Collage. In derartigen Fällen kann es aber durchaus sinnvoll sein, das Bild mit einem nachträglich hinzugefügten Rahmen zu versehen. Viele ineinander gestaffelte, d. h. verschachtelte Rahmen lassen es dann zum Hingucker werden. Doch wie macht man das? Mit GIMP ist es recht unkompliziert möglich.


Das Originalbild ohne Rahmen.

Zunächst einmal werden das fertig bearbeitete Foto sowie dessen Maße benötigt. Hier im Beispiel weist das Bild die Maße von 2048*1536px auf. Nun startet man GIMP, wählt „Datei/ Neu“ und erzeugt ein leeres und etwas größeres Bild (hier im Beispiel von 2848*2136px). Der Bereich, der jetzt größer als das zu rahmende Bild ist, ist auch der Bereich, der mit einem Rahmen gefüllt werden soll. Als Hintergrundfarbe empfiehlt sich Weiß (ist aber nicht zwingend notwendig).


Das Anlegen der leeren, größeren Datei.

Mit „Datei/ Öffnen“ wird das zu rahmende Foto hinzu geladen. Das gibt man mit „Bearbeiten/ Kopieren“ in die Zwischenablage und schließt es, so dass man wieder die (noch) leere Datei vor sich hat. Durch „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ wird der Zwischenablageninhalt eingefügt.


Die Einfügung.

Im Werkzeugkasten klickt man nun das Verschiebewerkzeug (d. h. den gekreuzten Doppelpfeil) an und zieht die Einfügung in die Mitte des weißen Arbeitsblattes, so dass ringsherum ein gleichmäßiger und noch weißer Rand vorhanden ist.


Das nun mittig platzierte Foto.

Mit „Ebene/ Nach unten vereinen“ wird da ein Bild draus gemacht. Man aktiviert das Auswahlwerkzeug (das gestrichelte Rechteck im Werkzeugkasten) und zieht damit eine erste Auswahl im noch weißen Rahmen auf. Diese Auswahl darf nur einen Teil der Umrandung belegen. Anschließend „Auswahl/ Invertieren“ betätigen.


Die invertierte Auswahl ist ein schmaler Rahmen ganz außen.

Im nächsten Schritt wird das Füllwerkzeug (der gekippte Farbtopf im Werkzeugkasten) benötigt und daher angeklickt. In den Werkzeugeigenschaften die Checkbox „Muster“ aktivieren und auf das Muster darunter klicken. Damit stehen verschiedene Muster zur Auswahl. Nun das Muster, das den äußeren Rand des Bildes bilden soll, anklicken und in den ausgewählten Rand klicken – er füllt sich mit eben diesem Muster.


Der neue Rahmen hat ein erstes, äußeres Muster erhalten.

Weiter geht es wieder mit dem Auswahlwerkzeug wie bereits beschrieben. Im noch weißen Rahmenbereich wird eine weitere Auswahl aufgezogen und invertiert sowie mittels Füllwerkzeug mit einem weiteren Muster versehen.


Jetzt bereits mit mehreren, umlaufenden Rahmen.

Diese Arbeitsschritte wiederholt man so lange, bis nur noch eine letzte, weiße Umrandung übrig ist. Um die mit einem Muster zu füllen wird das Foto selbst mit der Auswahl versehen und nach deren Invertierung der letzte Rest vom Weiß mit einem Muster gefüllt.


Der verschachtelte Rahmen ist fertig.

„Auswahl/ Nichts“ nimmt die Auswahl zurück und das fertig gerahmte Foto kann exportiert werden.


Das fertig gerahmte Bild.

Anstelle der Muster kann man für den verschachtelten Rahmen selbstverständlich auch unterschiedliche Farben wählen.


Mit einfarbigen Verschachtelungen sind auch geriffelte Holzrahmen problemlos realisierbar.

Einfarbige Verschachtelungen beispielsweise erzeugen den Look von geriffelten Holzrahmen.