LUT ist die Abkürzung von Lookup-Tabelle. Im Bereich der Bildbearbeitung dienen LUTs dazu, die Pixel einer vorhandenen Farbe auf vordefinierte Weise durch Pixel in einer anderen Farbe zu ersetzen. Warum sollte man das tun? Ganz einfach: Weil es sich um eine sehr elegante Möglichkeit dahingehend handelt, die Gesamtstimmung eines Fotos vollkommen zu verändern, um also bspw. aus grau-verregnet eine warm und angenehm wirkende Aufnahme zu machen. Der „Superfilter“ G’MIC gestattet das unter Windows 10 bereits in der Standalone-Version (Download von „GMIC Windows 64bits: GMIC-Qt stand-alone“). Wie geht man dann weiter vor? Zunächst startet man G’MIC und liest das zu bearbeitende Bild ein.


Das Bild wird unter G’MIC geladen.

Im Anschluss wählt man unter „Verfügbare Filter“ die Option „Colors/ Color Presets“. Im rechten Fenster finden sich draufhin verschiedene (viele!) Einstellmöglichkeiten.


Eine ganze Wagenladung voll von LUTs wartet auf das Ausprobieren.

Ganz oben unter „LUTs Pack“ hat man eine Drop-Down-Liste für zahlreiche Pakete mit LUTs. Zu jedem Eintrag finden sich gleich eine ganze Reihe von verschiedenen LUTs, die unter „Preset“ (gleichfalls eine Drop-Down-Liste) ausgewählt werden. Darunter lassen sich noch Feinabstimmungen für Helligkeit, Kontrast, Sättigung usw. vornehmen. Mit „Normalize Colors“ stehen dann zusätzlich verschiedene Verfahren der Filteranwendung zur Auswahl, doch erfahrungsgemäß bringt hier die Option „Both“ die besten Resultate. „Preview Type“ bezieht sich auf die Vorschau und hier sollte man, um den Gesamteindruck zu haben, ruhig „Full“ wählen. Der Button „Anwenden“ wendet das Filter auf das Bild an, woraufhin sich ein Fenster mit einer „Save as“ Option zwecks Sicherung des Resultates öffnet und „OK“ beendet schließlich das Programm.


Beispiel: Morgenrot-Schnappschuss in aller Frühe bei schlechtem Licht – die Stimmung der Aufnahme wirkt eher kalt und abweisend.

Beispiel: Gleiches Bild wie oben nach der G’MIC-Bearbeitung mit einer LUT – die Stimmung der Aufnahme wirkt eher warm und angenehm.

Anzumerken ist noch, dass eine derartige Filterung in den allermeisten Fällen mit einer Vergrößerung des Farbrauschens einher geht, welche durchaus eine weitergehende Nachbearbeitung (Denoising) erforderlich machen kann. In derartigen Fällen dürfte von vornherein der Einsatz einer GIMP-G’MIC-Kombination von Nutzen sein (was allerdings portabel nicht möglich zu sein scheint). Was man aber niemals tun sollte: Ein bereits vorab bearbeitetes Bild auf diese Weise zu filtern, denn das maximiert das Bildrauschen irreversersibel.