Fotografie, vor allem von Tieren … – da paddelt das Teichhuhn. Ein seltener Anblick. Sollte man vielleicht fotografisch festhalten. In Großaufnahme. Aus nächster Nähe. Man legt folglich unter den skeptischen Blicken des Teichhuhns den Taucheranzug an und paddelt zu dem Viech rüber. Bis man da ist, ist das Teichhuhn längst dreimal weg und die Kamera zehnmal abgesoffen. Funktioniert also nicht – ergo Plan B. Der sieht vor, das Viech rangezoomt abzulichten. Man zoomt und nimmt vielleicht noch einen Ausschnitt. Objektiv und Sensor kommen an ihre Grenzen: Schuss – und das Bild ist auch ziemlich grenzwertig. Es ist nämlich verpixelt.

Damit meine ich einzig den optischen Zoom und NICHT die „Verschlimmbesserung“ durch den elektronischen Zoom, der alles nur noch sehr viel unerträglicher macht. Das Verpixeln des Bildes resultiert aus der Grenze dessen, was noch abgebildet werden kann. Es ist daher nicht als nomales ISO- oder Farbrauschen zu betrachten. Welche Möglichkeiten gibt es, um so eine Verpixelung rauszufiltern? Kaum welche … – jedenfalls habe ich viel ausprobiert und nur ganz wenig gefunden. Mit G’MIC (die portable Version ohne GIMP reicht aus) kann man zumindest etwas machen. Die Recherche im Web empfiehlt dazu die Filter „Repair/ Smooth [Anisotropic]“ und „Repair/ Smooth [Bilateral]“. Ich bin anderer Ansicht, denn ich habe ALLE G’MIC-Filter durchprobiert – die genannten Filter machen im Falle einer Verpixelung alles platt. Aber es existieren vier Alternativen.


Original und Bearbeitung: Filter „Smooth [Diffusion]“.

Mit dem Filter „Repair/ Smooth [Diffusion]“ wird das Verpixeln in Originalgröße sichtlich weniger.


Original und Bearbeitung: Filter „Smooth [Geometric-Median]“.

Der Filter „Repair/ Smooth [Geometric-Median]“ bringt ein ähnliches Ergebnis.


Original und Bearbeitung: Filter „Smooth [Selective Gaussian]“.

Mit dem Filter „Repair/ Smooth [Selective Gaussian]“ kann ein Verpixeln auch verringert werden.


Original und Bearbeitung: Filter „Unquantize [JPG Smooth]“.

Das Filter „Repair/ Unquantize [JPG Smooth]“ kann auch noch eine Alternative sein.

Alle Filter wurden mit den Voreinstellungen getestet. Es mag gut sein, dass ein Verändern dieser Einstellungen die Ergebnisse noch verbessern kann. Festzuhalten bleibt jedoch: Die nachträgliche Filterung ersetzt niemals die Kombination von gutem Obkektiv mit leistungsfähigem Sensor. Alle Filter wirken im Grunde genommen als Weichzeichner u. d. h. sie verursachen mehr oder weniger Unschärfe. Bearbeitet man ein Foto aber zuerst, filtert es danach und verkleinert es zuletzt, dann fällt diese Unschärfe kaum noch auf. Manchmal – eben bei den grenzwertigen Bildern – ist eine solche Filterung dann vielleicht die letzte Möglichkeit der Bildrettung … Sollte das Bild allerdings von vornherein wie Stonehenge von oben aussehen, dann ist auch das ausgefeilteste Filterverfahren chancenlos!