Zugegeben – das, was jetzt kommt, hatte ich mir einfacher und schneller vorgestellt. Es geriet nämlich zu einer ziemlich wilden Bastelei. Ich wollte ein normales Foto – die Totale – mit den zugehörigen Makroaufnahmen verbinden, um optisch ansprechend ein paar zusätzliche Details darstellen zu können. Letztere sollten gerahmt in das große Bild integriert werden. Als Mittel der Wahl bot sich dafür die Kombination von GIMP und G’MIC – also die Installerversionen der jeweiligen Software – an.


Die sechs Ausgangsbilder: Einmal die Totale eines Sonnenblumenfeldes und fünf verschiedene Makroaufnahmen von Sonnenblumenblüten.

Wie kann man dabei vorgehen? Zunächst einmal wird GIMP gestartet und dort „Datei/ Neu“ gewählt. Man gibt die Bildmaße an. Hier im vorliegenden Fall hat die Totale die Maße von 4608*3456px. Die dort einzufügenden Ausschnitte müssen also, damit die Totale hinterher noch gut erkennbar ist, deutlich kleiner sein. Für die neue Datei wurde daher als Bemaßung 800*600px gewählt. Unter „Erweiterte Einstellungen“ musste dann noch die Füllung „Transparenz“ eingestellt werden und „OK“ generiert eine transparente Fläche. Nun „Filter/ G’MIC-Qt“ anklicken und dort die Sektion „Frames“ aufsuchen. Kleiner Hinweis: Es wird nachfolgend weiterhin Transparenz benötigt und daher eignen sich bei G’MIC auch nur die Rahmen, die Transparenz unterstützen. Im vorliegenden Fall fiel die Entscheidung auf den Rahmen „Frame [Painting]“. Bei dem wurde die „Vignette“ auf Null gesetzt (bei dieser Montage stört die nämlich nur) und als Farbe für den Rahmen wurde passend zum Motiv „Grün“ gewählt. Zusätzlich verkleinerte ich den Rahmen noch etwas und mit „OK“ wurde alles bestätigt.

Weiter geht es mit GIMP. Jetzt wird mit „Datei/ Öffnen“ das erste Ausschnitt-Bild geladen. Mittels Reiter auf den vorbereiteten Rahmen umschalten und „Bearbeiten/ Kopieren“ wählen. Wieder auf das Bild zurück schalten und dort „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ anklicken. Im Werkzeugkasten wird das Verschiebewerkzeug selektiert und der gewünschte Bildausschnitt im Rahmen platziert. „Ebene/ Nach unten vereinen“ fügt Rahmen und Ausschnitt zusammen. Jetzt wird im Werkzeugkasten das Zuschneide-Werkzeug gewählt. Mit [Strg][Scrollrad] vergrößert man die Ansicht so, dass der umrahmte Bildteil nebst Rahmen möglichst groß auf der Arbeitsfläche zu sehen ist. Dann mit der linken Maustaste die linke obere Ecke des Rahmens anklicken und durch Ziehen mit der Maus den Zuschnittrahmen aufziehen, bis er Bild und Rahmen beinhaltet. Anschließend in diesen Bereich hinein klicken und der Aus- bzw. Zuschnitt ist vollzogen. Jetzt wird dieser Ausschnitt unter anderem Namen exportiert und das Bild durch Klick auf den Reiter geschlossen.


Einer der gerahmten Ausschnitte.

An dieser Stelle vielleicht noch ein kleiner Einschub: Pixelgenau muss man bei der Anfertigung des Ausschnittes nicht arbeiten, denn hinterher fallen, da der Ausschnitt ja sehr viel kleiner als die Totale ist, kleine Ungenauigkeiten praktisch nicht mehr auf. Die bisherigen Arbeitsschritte ab dem Laden des Ausschnitt-Bildes wiederholt man anschließend für alle benötigten Ausschnitte. Prinzipiell sind dabei aber auch unterschiedliche Rahmungen möglich. Ob das allerdings noch aussieht muss jeder für sich selbst entscheiden. Am Ende hat man jedenfalls neben der bislang noch nicht benötigten Totale eine Reihe von kleineren, gerahmten Ausschnitten vorliegen. An diesem Punkt angelangt werden erst einmal alle Ebenen bzw. Bilder geschlossen.

In Folge die Totale, in welche die Ausschnitte einkopiert werden sollen, mit „Datei/ Öffnen“ laden. Zusätzlich den ersten Ausschnitt laden. Bei dem „Bearbeiten/ Kopieren“ wählen und auf die Totale umschalten. Dort „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ anklicken und anschließend im Werkzeugkasten das Verschiebewerkzeug aktivieren. Damit nun die Ebene dort in der Totalen platzieren wo sie letztendlich hin soll und beides mit „Ebene/ Nach unten vereinen“ zusammenfügen. Die Schritte des Kopierens und Einfügens werden nun für alle noch verbliebenen Ausschnitte wiederholt – jeweiliges Vereinen der Ebenen nicht vergessen! Nachdem alle Ausschnitte eingefügt worden sind schließt man alle deren Ebenen über die Bildreiter, denn all das wird nicht mehr gebraucht und irritiert nur. Was übrig bleibt ist die Rohmontage und die wird exportiert – denn ohne den Export funktionieren die letzten Schritte nicht (wobei sich mir das „Wieso“ und „Warum“ beim besten Willen nicht erschließen will).


Die Rohmontage.

Klickt man im Windows-Explorer die Rohmontage an, dann liefert der Explorer deren Maße – hier im Beispiel also 4608*3456px. Unter GIMP ruft man „Datei/ Neu“ auf, gibt diese Maße vor und selektiert unter „Erweiterte Einstellungen“ die Füllung „Hintergrundfarbe“. Jetzt kommt wieder „Filter/ G’MIC-Qt“ und wieder die Auswahl eines geeigneten Rahmens – hier im Beispiel nochmal „Frame [Painting]“ und wieder mit „Vignette“ auf Null gesetzt und „Grün“ als Rahmenfarbe. Mit „OK“ bestätigen und nun die Rohmontage hinzu laden. Bei der „Bearbeiten/ Kopieren“ wählen und auf den soeben erstellten Rahmen umschalten. Mit „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ wird nun die Rohmontage in den Rahmen eingepasst. „Ebene/ Nach unten vereinen“ fügt beides zusammen und das fertige Bild wird exportiert.


Das fertige Bild – Rahmen und Ausschnitte: Die Makroaufnahmen sind optisch ansprechend in die Totale eingesetzt worden.