„Sie arbeiten mit Menschen – was schätzen Sie dabei am meisten?“ „Desinfektionsmittel!“
(Fundsache im Web)

Es liegt jetzt gut 35 Jahre zurück, seit ich selbst über etliche Jahre hinweg beruflich mit Mikroorganismen gearbeitet habe. Seit damals hat mein Interesse – und mein Respekt – vor dem Mikrokosmos in und um uns herum niemals nachgelassen. So die gängisten Hygienemaßnahmen sind mir seinerzeit in Fleisch und Blut übergegangen. Außerdem habe ich live mitverfolgen können, was ein exponentielles Wachstum ist – und wie schwierig es sein kann, das noch rechtzeitig zu stoppen. Letzteres funktioniert nämlich nur, wenn man sehr frühzeitig an so ziemlich allen Schaltstellen gleichzeitig ansetzt – und zwar logisch sowie aufeinander abgestimmt. Befindet man sich aber erst einmal im Knick der Kurve eines exponentiellen Wachstums, dann ist es für Maßnahmen i. d. R. bereits zu spät.

Aus eben diesem Grunde existieren weltweit etliche Hochsicherheitslaboratorien der Sicherheitsstufen BL3 und BL4. Hier in Deutschland, aber auch in den USA (CDC, USAMRIID). Oder eben in China (Wuhan). In solchen Laboratorien untersucht man u. a. pathogene Keime – also Krankheitserreger – und versucht, die zu verstehen. Damit Medikamente und Impfstoffe dagegen entwickelt werden können – falls man so etwas mal braucht. Pathogene sind wie das Immunsystem von Mutter Natur gegen überschießende Spezies. Eine überschießende Spezies ist der Mensch. Je weiter wir der Natur auf den Pelz rücken, desto größer ist auch die Gefahr, dass Erreger aus dem Tierreich auf den Menschen überspringen können. So, wie es bei SARS, MERS oder Corona der Fall gewesen ist. So wie es aktuell bei den Affenpocken gerade geschieht. So wie es in nicht allzu ferner Zukunft wahrscheinlich mit Nipah zu erwarten ist. Man will vorbereitet sein.

Leider ist die Untersuchung solcher Erreger ein durchaus zweischneidiges Schwert, denn dabei tritt das Dual-Use-Problem auf: Man kann die Pathogene untersuchen, um im Fall des Falles gewappnet zu sein. Man kann sie aber auch untersuchen um ihre Eignung als Biowaffe festzustellen. Die Untersuchungsmethoden dabei sind gleich. Über die Eignung als Biowaffe entscheidet letztlich nur die Auswertung der erhaltenen Daten – und moralische Vorbehalte bzw. Skrupel. Ist ein Pathogen potenziell als Biowaffe geeignet, dann lässt sich seine Mortalität durch „Heißmachen“ noch steigern. Eine alte Methode des „Heißmachens“ ist bspw. das Jackson-Ramshaw-Experiment aus den 1990er Jahren. Mit der heutigen, modernen Gentechnik existieren noch ganz andere, viel weitreichendere Möglichkeiten. Allen diesen Verfahren ist jedoch eines gemeinsam: Sie beruhen auf Erbgutveränderung. D. h. sie können auf dem Wege der Gensequenzierung vergleichsweise einfach und unwiderlegbar nachgewiesen werden.

Corona weist derartige Veränderung NICHT auf, wie etliche wissenschaftliche Untersuchungen belegt haben. Corona stammt somit definitiv aus dem Tierreich. Dennoch stellt sich die Frage nach dem Ursprung des Virus: Ist es auf ganz natürliche Weise vom Tier auf den Menschen übergesprungen? Ist es durch einen Unfall in einem Forschungslabor versehentlich freigesetzt worden? Oder handelt es sich gar um eine beabsichtigte Freisetzung? Im Nachhinein kann niemand diese Fragen schlüssig beantworten. Deswegen ist das, was man z. Zt. aus dem Medien erfährt – also der Zwist zwischen Drosten und Wiesendanger oder die Harvard-Einschätzung – meiner bescheidenen Meinung nach eigentlich ein sinnloser Streit um des Kaisers Bart. Betrachten wir dazu die drei o. e. Fragen nach dem Ursprung von Corona einmal etwas detaillierter.

Ist Corona auf ganz natürliche Weise vom Tier auf den Menschen übergesprungen? Möglich wäre es. Ob von Fledermäusen oder Pangolinen ist egal. Wenn Tiere auf einem Wildtiermarkt angeboten werden, dann gerät der Käufer spätestens bei deren Zubereitung in Kontakt mit den im Tier steckenden Erregern. Erkrankt er und kann den Erreger weitergeben, dann ist die Epidemie ganz schnell da. Wird sie nicht als solche erkannt oder mangelt es an geeigneten Sofortmaßnahmen, dann entwickelt sich im ungünstigsten Falle eine Pandemie daraus.

Ist Corona durch einen Unfall in einem Forschungslabor versehentlich freigesetzt worden? Möglich wäre es. Erkrankt die Kontaktperson und kann den Erreger weitergeben, dann ist die Epidemie ganz schnell da. Wird sie nicht als solche erkannt oder mangelt es an geeigneten Sofortmaßnahmen, dann entwickelt sich im ungünstigsten Falle daraus eine Pandemie.

Handelt es sich bei Corona gar um eine beabsichtigte Freisetzung? Die Antwort auf diese Frage ist sehr delikat, denn sie setzt ein gehöriges Maß an Skrupellosigkeit voraus und möglich wäre auch das. Allerdings kaum seitens der Chinesen, denn die hätten sich dabei ins eigene Fleisch geschnitten. Aber betrachten wir einmal die politische Situation ganz am Anfang der Pandemie. Seinerzeit tobte ein ganz massiver Handelskonflikt zwischen China und den USA, letztere vertreten durch einen Präsidenten, dem – wie sein Verhalten anlässlich der Erstürmung des Capitols zeigte – so ziemlich alles zuzutrauen war. Es wäre durchaus in seinem Interesse gewesen, die Chinesen zu schwächen. Es wäre auch durchaus im Interesse seiner Militärs gewesen, die Wirkung einer anscheinend halbwegs berechenbaren Biowaffe einmal in der Praxis testen zu können. Es wäre darüber hinaus durchaus im wirtschaftlichen Interesse seiner Pharmaindustrie gewesen, mit Patenten auf eine neue Krankheit riesige Gewinne zu scheffeln. Alles, was dazu nötig gewesen wäre, wäre ein CoViD19-Stamm von USAMRIID, ausgebracht mit bspw. einer Wasserpistole oder einem Zerstäuber auf einem Markt in Wuhan – dort, wo sich nebenan ein mit CoViD19 arbeitendes Biolabor befindet. Sicher, dafür existieren keinerlei Beweise und ich will hier auch keine neue Verschwörungstheorie ins Leben rufen. Aber es wäre eben einfach nur logisch und es ist nicht auszuschließen. Erkranken dann Kontaktpersonen und können den Erreger weitergeben, dann ist die Epidemie ganz schnell da. Wird sie nicht als solche erkannt oder mangelt es an geeigneten Sofortmaßnahmen, dann entwickelt sich im ungünstigsten Falle eine Pandemie daraus.

Der Ursprung von Corona wird heute nicht mehr zweifelsfrei ermittelt werden können. Deswegen ist es sehr viel sinnvoller, anstatt dafür hirnlos Gelder in der Kanalisation zu versenken, besagte Mittel für die Corona-Forschung und für den weltweiten Ausbau der Gesundheitssysteme zur Verfügung zu stellen – und zwar schon heute! Denn wir werden sowohl das bei Corona erworbene, biotechnologische Know How wie auch das funktionierende Gesundheitssystem noch brauchen. Spätestens dann, wenn die eingangs erwähnten Affenpocken oder gar Nipah in vielleicht gar nicht mal so ferner Zukunft auf dem Weg zur Pandemie sind.