Bloß weg – nichts wie raus! Selten genug, dass mal die Sonne scheint! Das jedenfalls waren nachmittags meine Gedanken – gesagt, getan. Weil: Den Vormittag hatte ich beim Zahnarzt verbracht, in der ersten von mehreren Sitzungen. Die eigentliche Quälerei kommt erst noch. Gestern hatte sich nämlich eine rund 30 Jahre alte Brücke verabschiedet und der Backenzahn, auf dem sie saß ist dabei glatt über der Wurzel abgebrochen. Heute wurde die Brücke zur Krone umgearbeitet, aufgesetzt und die Bruchstelle erst einmal versiegelt – aber die Ausgrabung der Wurzelstücke wird in Kürze folgen (müssen): So eine Sch… aber auch! Und ich hatte mir noch soviel vorgenommen … Egal, dann muss das eben alles warten.

Um nach dem ganzen Ärger wieder runter zu kommen bin ich dann nachmittags mit der Kamera losgezogen. Ich will mal so sagen: Nach dem Mistwetter der vergangenen Tage wird so mancher so genannter „Weg“ seinem Namen nicht mehr annähernd gerecht. Auch egal, werden die Schuhe eben schmutzig – ich musste halt nur aufpassen, dass das Wasser nicht oben reinläuft. Wasser war dann auch mein bevorzugtes Motiv beim Fotografieren. Langzeitbelichtungen schieden bei dem abnorm hohen Wasserstand der Rodenberger Aue quasi von selbst aus, denn Steine oder sowas, die einen hübschen Kontrast zwischen Bewegung und Ruhe auf’s Bild gebracht hätten, sind derzeit durchweg überspült.

Da tobt das genaue Gegenteil, nämlich Wildwasser. Aber Wildwasser mit fliegenden Tropfen und genau die versuchte ich auf dem Bild „einzufrieren“. Bei etwa jeder zehnten Aufnahme gelang das auch (mit ISO 800, 1/1250 Sek. Belichtungszeit und Blende 5,6). Neun von zehn Aufnahmen waren allerdings unscharf, denn das Fokussieren auf sich beständig verändernde Motiventfernungen (nämlich auf die wild bewegte Wasseroberfläche) ist nahezu unmöglich – etwas Glück gehört also auch mit dazu. Hier sind mal die fünf besten Aufnahmen aus der Foroserie. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!