Manchmal braucht der PC etwas länger. Manchmal fragt man sich dann insgeheim, ob das vielleicht davon kommen könnte, dass möglicherweise ein Fremder – ein Hacker – darin herumpfuscht, ungeachet aktiver Firewall und topaktuellem Virenscanner. Denn hunderprozentig arbeiten auch dieses Schutzmaßnahmen nicht – keine davon! Hier gilt nämlich das Zitat von Kevin Mitnick: „Wenn Sie versuchen, Ihre Systeme idiotensicher zu machen, wird es immer einen Idioten geben, der einfallsreicher ist als Sie.“ Ergo: Es könnte prinzipiell wirklich sein, dass … – und wie kontrolliert man so etwas auf einfache Weise?

Das geht bspw. mit einem Port Monitor. Der listet nämlich alle Verbindungen auf, die über die Ports des PCs laufen. Wenn das, was in der Liste erscheint, bekannt und notwendig ist – unter Windows bspw. diverse Microsoft-Dienste, der Browser usw. – dann ist auch alles OK. Wenn da aber etwas anderes mit dabei sein sollte, dann gilt die höchste Alarmstufe. Bleiben wir bei dem Port Monitor. Wäre es nicht zweckmäßig, so ein Sicherheitstool einfach nur herunter zu laden, zu entpacken und ohne weitere Installation jederzeit starten zu können?

Mit der Windows-Freeware „PortExpert Portable“ ist genau das möglich. Der Port Monitor kommt als rund 2MB kleines, selbstentpackendes EXE-Archiv und beansprucht nach dem Entpacken rund 5MB an Plattenspeicher. Gestartet wird das Programm mit „PortExpertPortable.exe“. Daraufhin öffnet sich die Arbeitsoberfläche. Diese zeigt nach einem kurzen (automatischen) Scan eine Liste aller gerade in Benutzung befindlichen Ports sowie der die Ports nutzenden Software an.


Die Liste verwendeter Ports mit einem unbekannten Eintrag.

Manchmal kann die auf einen Port zugreifende Software allerdings nicht identifiziert werden und anstelle von deren Namen erscheint ein Fragezeichen – kein Grund zur Panik! Denn der rechte Mausklick auf einen solchen, unbekannten Eintrag öffnet ein kleines Fenster mit Optionen zur weitergehenden Recherche und hier ist es insbesondere der erste Punkt der Liste, nämlich „Whois …“, welcher sich als sehr informativ erweist.


Die Whois-Abfrage.

In den allermeisten Fällen wird bei der betreffenden Recherche nämlich auf einen Dienst von Microsoft verwiesen. Nur dann, wenn da etwas wirklich Fremdes oder Unidentifizierbares auftaucht, sollte man seine Firewall mal genauer unter die Lupe nehmen und ggf. etwas nachjustieren. Alles in allem: Ein wirklich nützliches, kleines, portables und supersimpel zu bedienendes, kostenloses Sicherheitstool für Windows!

BTW: Da Microsoft die PC-Benutzer immer mehr zu so genannten „zertifizierten“ Apps aus dem MS-App-Store drängt (nicht, dass besagte Software sicherer als aus anderen Quellen wäre), geschieht es mitunter, dass Windows das Entpacken eines EXE-Archivs von PortableApps (denen ich aufgrund von schlechten Erfahrungen mit MS weitaus mehr Vertrauen als Microsoft selbst schenke) mit einem Warnhinweis verweigert. Kein Problem: Einfach auf „Weitere Infos“ und anschließend auf „Trotzdem ausführen“ klicken und dann wird die Software entpackt. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann die einzelnen Files ja anschließend immer noch bei VirusTotal mit über 20 verschiedenen Virenscannern checken lassen.