Eigentlich … – eigentlich wollte ich heraus finden, wie der Fotokünstler Matt Molloy seine Timelaps-Bilder macht. Dabei bin ich in der Stacking-Phase gescheitert. Mit Freeware haute es einfach nicht hin! Ich begann rumzuprobieren. Heraus kam dann, ziemlich unerwartet, etwas völlig anderes. Nämlich eine Methode um mehr Monddetails aus einer Aufnahme heraus zu kitzeln. Gebraucht werden dafür an portabler Win-Freeware:
Fitswork,
GIMP,
JPG Illuminator,
– und vielleicht IrfanView.
Das Ausgangsmaterial bilden zwei Fotos, aufgenommen mit meinem 1.500mm-Danubia-Walimex-„Altglas“.


Eins der beiden Ausgangsbilder.

Das andere Ausgangsbild.

Das Stacking der beiden Ausgangsbilder erfolgt mit Fitswork („Bilder kombinieren/ Bild addieren (mit Verschiebung)“) und auf das resultierende Summenfoto wird unter „Bearbeiten/ Ebnen“ der „Nebel“-Filter angewandt (dauert!). Dieses Bild abspeichern und unter GIMP laden. Dort zuerst ein Hochpass-Schärfen vornehmen und im Bedarfsfall den gewünschten Bildausschnitt anfertigen (kann nach Zwischenspeicherung auch mit IrfanView geschehen, was meiner Meinung nach einfacher ist). Weiter unter GIMP: „Farben/ Werte“ manuell korrigieren und das Ergebnis dieser Bearbeitung exportieren.

Anschließend kommt der JPG-Illuminator zum Einsatz, und zwar mit folgenden Richtwerten:
– Schatten +0,6
– Lichter -0,5
– Kontrast +0,30
– Kontrast-Ausgleich 0,04
– Klarheit 0,50
Auch dieses Bild wird abgespeichert. Sollte dabei ein störendes Rauschen aufgetreten sein, dann lässt sich das durch (vorsichtiges) Denoising mit einem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm (wie bspw. GIMP) beseitigen. Zuletzt wird der endgültige Ausschnitt vorgenommen, wobei ich wieder IrfanView bevorzuge.


Der Vorher-Nachher-Vergleich.

Das wie beschrieben bearbeitete Bild zeigt deutlich mehr Details.

Der letzte Ausschnitt.

Ob die Ebenenbearbeitung eines Mondbildes unter GIMP oder die hier beschriebene Methode die besseren Ergebnisse zeigt hängt vom Einzelfall ab u. d. h. da muss man es ggfs. einfach ausprobieren.