Ich kam von meinem Wege ab weil es so nebeldunstig war.
Der Wald war feuchtkalt wie ein Grab und Finger griffen in mein Haar.
Ein Vogel rief so hoch und hohl wie wenn ein Kind im Schlummer klagt.
Und ich stand still – ich wusste wohl was man von diesem Walde sagt!
Dann setzt ich wieder Bein vor Bein und komme so gemach vom Fleck.
Und qutsch‘ im letzten Abendschein schwer vorwärts durch Morast und Dreck.
Es nebelte, es nieselte; es roch nach Schlamm, verfault und nass.
Es raschelte und rieselte und kroch und sprang im hohen Gras!
(Aus der Regenballade von Achim Reichel.)

Bunt sind schon die Wälder … – noch nicht wirklich, aber es fängt bereits an u. d. h. der Herbst beginnt Einzug zu halten. Nachts hatte es geregnet und morgens war alles dunstig-neblig grau-in-grau. Hervorragende Bedingungen um in den Wald zu gehen, denn bei so einer Wetterlage trifft man da nicht auf sonderlich viele Menschen, die einem das Wild verscheuchen. Wenn denn welches da ist. Heute war keins da. Machte aber nichts, denn selbst im norddeutschen Einheitsgrau finden sich – so man denn mal etwas genauer hinsieht – hier und da ganz hübsche Kleinigkeiten. Also bspw. sowas wie mit Tautropfen besetzte Spinnennetze: Filigran-vergängliche Schönheit. Hier sind mal zehn solcher Kleinigkeiten vom morgendlichen Rundgang: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!