Seit ein paar Tagen geisterte mir da schon so eine merkwürdige Idee durch den Kopf: Was wäre wenn man eine thematisch zusammenhängende Fotocollage anfertigen könnte, bei der mehrere kleine Fotos auf einem großen Hintergrund-Foto sitzen? Wie muss man dabei vorgehen? Eigentlich ist das sogar sehr einfach. Zuerst versuchte ich es nur mit GIMP. Kann man zwar machen, doch im Zusammenspiel von GIMP und IrfanView wird es nochmal sehr viel bequemer. Was ist also zu tun?


Das Hintergrundbild.

Die darin einzufügenden Einzelfotos.

Zuerst sucht man sich ein Hintergrundbild aus. Das wird unter IrfanView geladen. Mit „Bearbeiten/ Spezielle Markierung erstellen“ sowie sich anschließendem Freistellen (NICHT speichern!) wird durch Versuch und Irrtum festgelegt, welche Größe die einzufügenden Fotos im Idealfall aufweisen müssen (hier im Beispiel maß der Hintergrund 2048*1536px und für die Einfügungen erwies sich 640*480px als ideal). Dann überlegt man sich, wieviele einzufügende Bilder man braucht (im Beispiel waren es 5) und sucht die raus. Für jedes dieser Bilder führt man in Folge ein paar einfache Schritte durch:
– Mit „Ansicht/ Anzeige-Optionen (Fenstermodus)/ Bild ans Fenster anpassen“ wird für die Gesamtansicht gesorgt.
– Mit „Bild/ Rahmen hinzufügen (Canvas)“ versieht man das Bild mit einem Rahmen. Der sollte weiß und beim Verkleinern gut sichtbar sein (d. h. ggfs. etwas Rumprobieren; bei den o. e. Maßen sind 30-40px am besten).
– Mit „Bild/ Größe ändern“ wird auf das zuvor ermittelte Endmaß skaliert.
– Mit „Datei/ speichern unter“ sichert man die Bearbeitung.
Das macht man mit allen einfügenden Bildern einzeln.

IrfanView ist damit raus und es geht mit GIMP weiter. Mit „Datei/ Öffnen“ lädt man das Hintergrundbild. Zusätzlich und auch wieder mit „Datei/ Öffnen“ wird das erste einzufügende Bild (also die Bearbeitung aus IrfanView) geladen. Das mit „Bearbeiten/ Kopieren“ in die Zwischenablage schieben und schließen. Beim Hintergrundbild nun „Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene“ anklicken, anschließend im Werkzeugkasten das Verschiebewerkzeug (Doppelpfeile) aktivieren und die eingefügte Ebene dorthin ziehen wo man sie haben will. All das wird für die weiteren einzufügenden Fotos wiederholt, wobei zu beachten ist, dass die Bilder einander immer irgendwo überlappen müssen, damit hinterher die Rahmen auf einen Rutsch eingefärbt werden können. Danach kommt „Ebene/ Nach unten vereinen“ und zwar so oft, bis dieser Befehl in der Menüzeile ausgegraut ist. Erst dann hat man ein einziges Foto. Es empfiehlt sich anschließend unbedingt, diese Rohcollage erst einmal zu exportieren.


Die Rohcollage mit noch weißen Rändern.

Im letzten Arbeitsgang werden die Bildränder gefälliger gestaltet. Dazu Das Füllwerkzeug anklicken (der Farbeimer im Werkzeugkasten) und in dessen Werkzeugeinstellungen wahlweise eine geeignete Farbe oder aber ein geeignetes Muster aussuchen. Die Taste [+] zum Reinzoomen betätigen und mit dem Füllwerkzeug in den weißen Rahmen klicken. Aufgrund der o. e. Überlappungen werden nun alle Ränder auf einen Rutsch mit der Farbe bzw. dem gleichen Muster (hier im Beispiel: Muster Walnut) belegt. Wichtiger Hinweis: Gefällt einem ein Muster nicht und man hat es bereits eingefügt, dann kann man mit der zuvor gesicherten Rohcollage bequem weitermachen und muss nicht nochmal von vorne beginnen!


Die etwas andere Collage ist fertig.

Sobald der Rahmen bearbeitet ist exportiert man das Bild, welches nun aufgrund seines doch eher unerwarteten Aussehens zum Hingucker geworden ist. Kleiner Tipp zum Schluss: Die hier im Beispiel verwendeten Maße sind für ein Fotobuch völlig ausreichend. Macht man das mit größeren Bildern (so etwa ab 4000*3000px), dann kann es sich durchaus lohnen, die als Fotoleinwand drucken zu lassen. Man muss in dem Falle nur noch das Bildformat beachten – was hier mit 4:3 gezeigt worden ist hat man u. U. auf einen 3:2-Ausschnitt umzurechen; der Dreisatz lässt grüßen!