Warum ist der Himmel blau? Kurzwelliges Licht – also Blau – wird stärker gestreut als rotes, langwelliges Licht. Die Luft filtert das Blau aus. Wenn das Sonnenlicht bei uns ankommt, dann enthält es alle Farben außer Blau. Zum Ausgleich dafür erscheint erscheint uns der Himmel blau. Bei der Fotografie unter Wasser hat man es mit einem anderen Medium zu tun, welches anstelle von Blau insbesondere den Rotanteil heraus filtert. Unterwasser-Fotos sehen daher normalerweise farbschwach, kontrastarm und je nach Aufnahmetiefe grünlich-gelblich-bläulich aus. Man kann so etwas korrigieren, indem der Rotanteil des Bildes überproportional verstärkt wird. Mit Abstand am einfachsten funktioniert das mittels der portablen Freeware JPG Illuminator. Nach dem Laden des Fotos wird im Register „Farben“ der Regler für „Rot“ auf den Rechtsanschlag u. d. h. auf den Wert von 1,20 erhöht. In Folge ist noch die Farbsättigung („balanciert“ muss durch das Häkchen davor aktiviert sein) zu erhöhen. Realistische Beträge liegen dabei im Bereich von 30% bis 40%. Mit „Mitten“ und „Schwarzpunkt“ kann man im Bedarfsfall anschließend noch eine Feinabstimmung der Farben vornehmen – und das war’s dann auch schon!


Vorher-Nachher-Vergleich der Korrektur mit dem JPG Illuminator.

Alternative Methode: Bei GIMP reichen die Einstellmöglichkeiten der Farbsättigung zur Korrektur derartiger Aufnahmen nicht aus. Stattdessen ist eine mit einigem Aufwand verbundene Ebenenbearbeitung vonnöten. Dazu lieferte die frühere GIMP-Registry den Filter „Diving red filter“, der heute gut versteckt auch noch zu bekommen ist und den man HIER runterladen kann. Das Script wird lediglich rauskopiert und als Plain-Text-Datei mit dem Namen „gimp_diving.scm“ abgespeichert (KEIN anderer Name!). Je nach GIMP-Installation kopiert man das Script anschließend in den dazu passenden Ordner. Passende Ordner sind
– bei portablen Versionen: „..App/gimp/share/gimp/2.0/scripts“
– bei Installer-Versionen: „..Benutzer/.gimp-2.0/scripts“
GIMP erkennt den Filter beim nächsten Start automatisch und listet ihn unter „Script-Fu/Enhance/Diving red filter“ auf. Zur Anwendung wird dann nur noch das Bild geladen, der Filter aufgerufen, mit „OK“ bestätigt und das Ergebnis exportiert. GIMP zeigt damit sichtlich bessere Resultate als der JPG Illuminator.


Vorher-Nachher-Vergleich der Korrektur mit GIMP und dem Filter „Diving red filter“.