Von „die Tage“ war noch Fleisch übrig. Viel zu schade zum Wegschmeißen. Aber es musste auch weg. Was macht man damit; wie verarbeitet man solche Reste? Ich hatte da ein Rezept mit dem Titel „Reste-Geschnetzeltes mit Nudeln“. Das beinhaltete alle möglichen exotischen Zutaten, die ich nicht besaß. Ergo betätigte ich mich kreativ, wandelte das Rezept zu „Reste-Geschnetzeltes mit Reis“ ab (Kartoffeln geht übrigens auch) und startete die „Was-passiert-dann“-Maschine. Ergebnis der Übung: Es schmeckt saugut! Hier ist meine kreative Variation.

Zeitbedarf: 1,5 Stunden
Portionen: 4

Zutaten:
ca. 500g Fleischreste (vom Grillen am Vortag o. ä.)
ca. 30g Kräuterbutter
Öl
2 kleine oder 1 mittlere Zwiebel(n)
Gewürze nach Geschmack (gerne auch milde Chilis)
5 EL Milch
150g Frischkäse
zerkleinerte Petersilie und/oder Gartenkräuter (frisch oder TK-Ware)
250g Reis
1l Wasser
Salz

Zubereitung:
Das Fleisch in kleine Würfel schneiden, Zwiebel(n) dito. Eine große Pfanne (28cm) mit etwas Öl beaufschlagen und befeuern. Fleisch, Zwiebel, Käuterbutter und Gewürze rein geben. Kleiner Tipp am Rande: Sollte noch gegartes Gemüse übrig geblieben sein dann darf das gerne auch mit rein. Das Ganze wird jetzt erst einmal für etwa eine Viertelstunde angebraten. Anschließend mit der Milch ablöschen, den Frischkäse hinzufügen, etwas aufschmelzen lassen und alles gut durchrühren. Petersilie und/oder Gartenkräuter untermischen. Nun köcheln lassen bis der Käse komplett geschmolzen ist (dabei immer wieder umrühren damit nichts anhängt) und dann offen zwecks Eindicken noch einmal rund zehn Minuten leicht köcheln lassen, dabei wieder häufiger umrühren damit nichts anhängt. Während das so köchelt kommt parallel dazu der Reis ins Spiel: Den Reis waschen, in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben, aufkochen und für zwanzig Minuten ziehen lassen (i. d. R. nimmt er das Wasser komplett auf, so dass normalerweise kein Abgießen nötig ist). Zuletzt wandern Reis und Geschnetzeltes auf die Teller. Zaziki macht sich ganz gut dazu, muss aber nicht unbedingt sein.