Mann ist das heiiiiß!!!! Eigentlich hatte ich mich um den Rasen kümmern und Legionen von Gänseblümchen killen wollen. Eigentlich … – um 11:30 Uhr zeigte das Thermometer 28°C im Schatten und ich ging angesichts der Hitze auf dem Zahnfleisch. Nach der Hälfte beendete ich das Rasenmähen – nachts, wenn es kühler ist, ist auch noch ein Tag 🙂 ! Jetzt ist’s Abend und wir haben 36°C im Schatten. Zu heiß um noch irgendwas zu machen. Zu heiß um sich zu bewegen: Laaaangweilig! Ergo suchte ich zum x-ten Mal nach dem schon vor Urzeiten irgendwie abhanden gekommenen Sternfilter für meine Kamera und – wie üblich – vergeblich. Allerdings fiel mir dabei der Handgriff für das 1000mm-Ofenrohr meiner alten Canon-T90-Fotoausrüstung in die Hände: So ein kombiniertes Handgriff-Tisch- bzw. Mini-Stativ.


Wenn man da nämlich unten am Griff was rausschraubte, dann kamen die Füße für ein Ministativ zum Vorschein. Ein Ministativ könnte ich auf meinen Fototouren schon gebrauchen, denn mein richtiges Stativ schleppe ich nur eher selten mit mir rum. Und ein Platz für ein Ministativ findet sich immer irgendwo: Eine Mauer, ein Baumstumpf, ein großer Stein … Wenn man dann noch den Zwei-Sekunden-Selbstauslöser der Kamera einschaltet (damit sie nach dem Auslösen zur Ruhe kommen kann), dann haut das sehr gut hin.



Diees Stativ könnte ich, so wie es ist, auch heute noch für so eine x-beliebige, kleine Digi-Hosentaschenknipse einsetzen. Aber würde es auch eine richtige Kamera tragen? Mit Teleobjektiv? Versuch macht kluch‘ … – und ich ging ganz, ganz vorsichtig vor. Das Ergebnis gab meiner Vorsicht Recht: Die ganze Geschichte kippte nämlich um! Hm… – warum kippte das um? Weil der Schwerpunkt viel zu weit außerhalb der Füße des Stativs lag. Ansonsten erwies sich die ganze Geschichte allerdings als recht stabil. Wenn da also größere Füße am Stativ dran wären … Gesagt, getan. Die einfachste Variante bestand darin, neue Füße über die bisherigen Füße zu schieben.

Bloß: Wie groß müssten die sein? OK, ab in die Werkstatt und Steckschlüssel drüber geschoben. Ergab eine Verdoppelung der bisherigen Fußlänge – also von 7,5 auf 15cm – und dann stand es stabil. Jetzt brauchte ich bloß noch irgendein leichtes Rohr zum Ablängen … – halt! Da war doch das ausgemusterte Foliengewächshaus! Dessen viel zu filigranes Gestänge hatte ich, nachdem ein Gewittersturm das Gewächshaus kurzerhand abmontierte, noch aufgehoben. Ausprobiert: Passt! Abgelängt, drüber geschoben und der Versuch mit Kamera und Objektiv: Funktioniert! Ist allerdings immer noch etwas wackelig. OK, stecken wir zusätzlich noch drei Verbinder mit drauf – bringt nochmal 3,5cm mehr – und dann sollte es hinhauen. Tat es auch: Hab’s ausprobiert!



Womit ich jetzt ein in die Gürteltasche passendes Ministativ habe, welches die Kamera samt Teleobjektiv auch wirklich trägt. Wozu die Langeweile bei hochsommerlicher Hitze nicht alles gut sein kann … 😉 Merke: Man muss nicht gleich alles wegschmeißen was alt ist. Manchmal reicht schon ein klitzekleiner Umbau und Geld spart das obenrein!