Geräte für draußen mit der Schutzart IP44 kann man im norddeutschen Regenwetter getrost gleich liegen lassen. Mit IP54 oder IP56 fährt man um Welten besser, obgleich auch diese Schutzart noch längst keine Garantie für eine dauerhafte Funktion darstellt. Meine Wildkamera hat IP56. Im Jahr 2019 zog sie nach zweijährigem Einsatz draußen dann doch irgendwie mal Wasser. Wegschmeißen wollte ich das Teil dann aber auch nicht. Deswegen wurde sie geöffnet (soweit möglich) im letzten Jahr drinnen im Wohnzimmer aufbewahrt und kam nicht zum Einsatz. Anschließend war sie wieder trocken und funktionierte wieder – na ja, so halbwegs. Ein Wackelkontakt ist gelieben. Das Ding ist jetzt „anfasselektrisch“ geworden. Wenn man sie nach dem Scharfschalten auch nur minimal bewegt dann schaltet sie sich ab. OK, nachdem ich das rausgekriegt hatte wanderte das Teil wieder nach draußen. Wird sie eben montiert, nicht mehr bewegt und danach erst scharf geschaltet. Seit KW19 ist die Kamera jetzt wieder im Einsatz und erfasst, was sich so in der Dämmerung und während der Dunkelheit bei uns im Garten rumtreibt – und das ist viel! Die Spanne reicht vom Igel (scheint ein ganzer Clan zu sein) über Katzen (tagsüber sieht man fast nie welche), Marder (zugegeben, lieber im Garten als unter der Motorhaube vom Auto), Ratten (vier- und zweibeinige), Vögel (teils ziemlich schräg) bis hin zu den unvermeidlichen Waschbären (Mistviecher!). Hier ist mal ein „Best Of“ der Wildkamera aus den letzten beiden Monaten – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!