Blühstreifen, das sind bewusst angelegte Bereiche mit einheimischen Wildblumen. Die liefern nicht nur Bienen eine wichtige Nahrungsquelle, sondern fördern die biologische Vielfalt, bieten Wohnraum für ökologische Schädlingsbekämpfer (z. B. Schwebfliegen, Raubkäfer usw.), schützen im Winter bodenlebende Tiere vor der Kälte und nicht zuletzt stellen etliche der von den Blühpflanzen angelockten Insekten eine willkommene Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten dar. Im letzten Jahr habe ich das mit den Blühstreifen einfach mal neben den Kartoffeln ausprobiert – und siehe da: Die Kartoffelernte fiel besser als zuvor aus – Blühstreifen funktionieren!

In diesem Jahr machte ich das etwas anders. Etwa ein Viertel des Kartoffelackers brachte schon ewig keinen Ertrag mehr, weil da die Kartoffeln verfaulten und Legionen von Ameisen zugange waren. Warum also nicht in diesem Jahr eben genau den Bereich abgrenzen und den zum Blühstreifen machen? Gesagt, getan. Zugegeben, es gab schon mal mehr Insekten. Und auch mehr Vögel. Aber der Blühstreifen hat welche angelockt. Zumindest bei den Insekten habe ich heute mit der Kamera eine „Großwildjagd“ veranstaltet. Eigentlich wollte ich die ja im Flug erwischen, aber das scheint mir reine Glückssache zu sein. Warum „Großwildjagd“? Weil ich die Viecher in „möglichst groß“ abgelichtet habe. Ein Dutzend Bilder – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!