Ja, hallo erstmal … – ich weiß nicht, ob Sie’s wussten, aber … 🙂 Nein, es geht nicht mit Rüdiger Hoffmann weiter. Es geht mit der Bildbearbeitung weiter, und zwar mit einer supereinfachen Methode zum Verzerren von Bildern. Alles was ihr dazu braucht ist GIMP und ein Foto, welches sich auch zum Verzerren auch eignet – denn besagte Eignung ist nicht bei jedem Bild gegeben. Aber Blumen, Gesichter o. ä. lassen sich i. d. R. ganz gut durch Verzerrung verfremden. Im Zweifelsfalle gilt der alte Spruch: „Versuch macht kluch!“

Also, wie funktioniert das jetzt? Ihr ladet ein geeignetes Bild unter GIMP – ich will das hier mal am Beispiel des kürzlich abgelichteten „Blue Moons“ zeigen. Dann wählt ihr „Filter/ Verzerren/ IWarp“. Es öffnet sich das Filterfenster.


Das Filterfenster.

Oben im Deformationsmodus könnt ihr die Art der Deformation aussuchen, also „Schrumpfen“, „Vergrößern“, „Drehen“ etc. Zumeist bleibt dabei die Kontur des Motivs erhalten, wenn ihr entsprechend vorsichtig zu Werke geht. Anders mit Bewegen – da wird die Kontur recht schnell mit verformt. Deformationsradius und Deformierung definieren die Stärke der Verzerrung. Also einstellen was ihr haben wollt und dann mit dem Mauszeiger in das Vorschaubild des Filterfensters gehen, dort auf die zu deformierenden Stellen klicken. Mit dem „OK“-Button wendet ihr das schließlich auf das ganze Bild an.


Der Mond: Original und Fälschung (sprich Verzerrung).

Es empfiehlt sich mitunter, die Verzerrung immer so stückweise durchzuführen und anschließend auf das Bild anzuwenden. Das gestattet ein feineres Arbeiten: Also erst die Glubschaugen auf einem Portrait anfertigen, auf’s Bild anwenden, Filter nochmal starten und die Loriot-Knollennase hinzufügen, auf’s Bild anwenden, danach die Pausbacken usw. Verwendet ihr hingegen den Deformationsmodus „Bewegen“, dann wird aus einer runden Form bspw. schnell eine Kartoffel.


Die „Mondkartoffel“.

Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, dass euch die portable Software AnmanieSMP sogar noch etwas weitreichendere Verzerrungsmöglichkeiten bietet. Allerdings ist das Programm etwas in die Jahre gekommen (letzte Aktualisierung 2002) und wird offiziell von Windows 10 nicht mehr unterstützt. Wenn ihr aber eine bestehende Installation davon (bspw. auf einem Win7-PC) 1:1 nach Win10 rüberkopiert, dann läuft es auch da anstandslos.


Das „Wolkenmonster“ lässt sich bspw. mit AnmanieSMP sehr viel einfacher und schneller als mit GIMP realisieren.